Auslosung zur Fußball WM 2026 – Ein Albtraum in drei Akten.

Auslosung zur Fußball WM 2026 – Ein Albtraum in drei Akten.

Mit einem schalen Geschmack im Mund wache ich vor dem flimmernden Fernseher auf. Neben mir liegen leere Flaschen von meinen letzten Herrengedecken. Die Luft riecht nach abgestandenem Furz und Bier. Ich muss mal dringend lüften.

Im TV läuft die Tagesschau und ich bin sofort hellwach als ich das Datum sehe. Über meinen langen Schlaf bin ich dann doch etwas verwundert. Gestern Abend war doch noch 2017.? Die Tagesschau verkündet mir, dass es Samstag der 13. Dezember 2025 ist ? Nach dem Wetterbericht, der uns übrigens in den kommenden Tagen plus 27 Grad mit Hagel und Schneeregen bietet, höre ich,  dass ich viel Spaß bei der FIFA Auslosung zur WM 2026 in Liechtenstein haben soll.

Wachwerden und Fußball – geht ja fast besser nicht.

Liechtenstein – Häh ?? – Zuerst kommt FIFA Generalsekretär Torsten Legat auf die Bühne und begrüßt das Auditorium mit einem zartgehauchten “ Na Ihr Hackfressen“.  In seiner Einführung wird mir klar wie die WM nach Liechtenstein kam.  Durch eine weitere weltweite Finanzkrise und den Absagen von Argentinien, England, Kanada und den Niederländischen Antillen ergriff Liechtenstein die Chance beim Schopf und leerte etliche, nicht vorhandene Konten, von etlichen nicht vorhandenen Personen, um Austragungsort für diese WM zu werden.

Aufgrund des Platzmangels allerdings können die Spiele nur in einem Stadion ausgetragen werden. Alle Ländereien in Liechtenstein wurden mit Hotels und Erholungsresorts incl. Ballsportanlagen verbaut um die Vielzahl der Mannschaften für die kommenden 3 1/2 Monate im Land zu beherbergen, aber, und das ist ja schön für die 48 Teilnehmer, gibt es keinen Reisestress.

Ein straffer Spielplan, durch den Mangel an Stadien, sieht  einen täglichen Beginn in der Vorrunde, um 6.00 Uhr morgens vor und endet mit dem letzten Spiel um 4.00 Uhr nachts. Die FIFA weisst in einem Dossier extra daraufhin dass die Vorrunde auf Rasen gespielt wird, während die restlichen Spiele ab dem 16tel – Finale dann auf einem nicht weiter definierbaren Untergrund ausgetragen werden müssen. Adidas, Puma und Nike kommen ins rotieren und fahren ihre Versuchslabore hoch.

Doch jetzt, es ist 20.45 Uhr, geht es mit der Auslosung los. FIFA Präsident Gianni Infantino betritt die Bühne. Braungebrannt, frisch von einer 10-wöchigen  Studienreise aus Afrika zurück, mit neuer blonder Haarpracht, die allerdings aussieht als ob sie da nicht hingehört und sich noch weigert den neuen Träger zu akzeptieren ?

Der war doch so glatt wie Yul Brynner und Telly Savalas zusammen? Entzückend, denke ich bei mir. Im Stapel meiner Zeitschriften finde ich unter dem Kultmagazin – Der Fußballphilosoph – ein Society Magazin mit Infantinos Konterfei auf dem Titel. Im Bericht ist von einer Spezialklinik für Haartransplantation die Rede,  auf Empfehlung von Wayne Rooney und Christoph Metzelder.

Nun 600 Mio Mehreinnahmen für die Aufstockung der WM wollen unters Volk und warum nicht ein paar davon für den eigenen Look verwenden.?

Zuerst gibt es einen Rückblick auf die letzte WM 2022 in den USA –  Moment mal – USA ? Sollte das nicht, na wie heißt nochmal diese Erkrankung der Atemwege  – Katarrh oder so sein?. Wikipedia wird geöffnet – Katar war ein Emirat an der Ostküste. Bei Bauarbeiten für die WM Stadien in Katar wurde im Rahmen einer Zigarettenpause von einem unterbezahlten Inder und einem illegalen Nepalesen aus Versehen eine Ölquelle entzündet die letztendlich eine Vielzahl von Explosionen verursachte und das vorgesehen Ausrichterland dem Erdboden gleichmachte. Ach deshalb WM 2022 in den USA. Der Rückblick zeigt wie die US-Boys den Titel im eigenen Land erringen konnte durch einen kampflosen Sieg über Mexiko. Der mexikanischen Mannschaft wurde kurz vor dem Finale die Einreise in die USA verweigert und man sieht Bilder wie verzweifelte mexikanische Spieler vergeblich versuchen über eine 5 mtr hohe Mauer, mit der Aufschrift „Wir sind das Volk“,  zu klettern um rechtzeitig zum Finale zu kommen.

Unter verhaltenem Applaus bringt der amerikanische Präsident Donald Trump, der mittlerweile durch eine Gesetzesänderung in seiner dritten Amtsperiode ist, den Weltpokal in den Saal.

Infantino erklärt das Prozedere der Auslosung. Die arg gebeutelte FIFA hat sich mittlerweile auf die Fahne geschrieben mehr Transparenz und Offenheit zu zeigen, Manipulationen vorzubeugen und gar nicht erst zuzulassen. Es gibt daher nur noch Zettel mit den Namen der Teams, die gute alte Loskugel ist Vergangenheit. Es wird keine gesetzten Mannschaften mehr geben, somit entfallen die Gruppenköpfen. Auch achtet man nicht mehr darauf dass Länder aus den kleinen Kontinenten in der Vorrunde nicht aufeinander treffen, eigentlich, denke ich mir, achtet man auf gar nichts mehr.(taa)

Fortsetzung folgt – nächsten Donnerstag


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