Heute aus der Serie – Die Favoriten bitten zum Tanz – Teil 3 FRANKREICH

Frankreich der Top Favorit auf den diesjährigen Europameisterschaftstitel.?? Nur bedingt.

 

Die Franzosen bieten ein überaus kompaktes und spielstarkes Team, und sind im eigenen Land bei Turnieren anscheinend nicht zu schlagen, was die EM 1984 und WM 1998 uns gezeigt hat.

Eine Mannschaft die sehr stark ist ohne allerdings jetzt einen herausragenden Star zu haben. Den wird es erst geben falls die Franzosen diese Europameisterschaft gewinnen sollten.

1984 war dies Michel Platini, Vater des Komponisten der CL Musik und ehemaliger UEFA Präsident.

1998 war es Zinedine Zidane der die Equipe Tricolore zum WM Titel im eigenen Lande führte, und als Trainer mit Real Madrid gerade die Champions-League gewonnen.

Und die Stars im aktuellen Team von Frankreich? Um Paul Pogba, Antoine Griezmann, Oliver Giroud, Laurant Koscielny und Patrice Evra als Beispiel besitzen sie ein sehr gutes Team. Karim Benzema muss leider zu Hause bleiben und mit seinen Kumpels einen Videoabend machen.

Seine Nichtnominierung, auf Grund persönlicher und menschlicher Verfehlungen, nimmt er jetzt zum Anlass sich durchgehend in Interviews über Trainer Didier Deschamps zu beschweren und das ganze immer in die Öffentlichkeit zu tragen. Er mag ein sehr guter Fußballer sein, aber mit einem Sexviedeo seinen Mannschaftskollegen  zu einer Erpressungszahlung zu überreden ist wohl nicht die feine französische Art.

Ganz Frankreich erwartet von der „Equipe Trioclore“ den Titel und somit ist die Mannschaft einem sehr starken Druck in der Öffentlichkeit ausgesetzt. Das große Problem ist, und das wird jeder Spieler zwangsläufig mitverfolgen müssen, dass in Frankreich eine riesige politische Diskussion über das Team und ihre verschiedenen Herkunftsländern usw. geführt wird. Es geht in Frankreich nicht vorwiegend um sportliche Ziele. Aber uns wie auch die Franzosen sollte nur das sportliche interessieren.

Die Mannschaft ist relativ unerfahren und man muss abwarten wie sie mit der Situation umgeht. Im Schnitt haben die Spieler aus dem Kader selten mehr als 40 Länderspiele gemacht und zum anderen lastet ein enormer Druck auf ihnen. In der aktuellen Weltrangliste belegen die Franzosen nur Platz 17.

Nach 1938, 1984 und 1998 darf Frankreich zum vierten Mal ein Großereignis austragen und durch ihre Siege in  84 und 98 sind sie auch dieses Jahr automatisch Titelanwärter da es ja im eigenen Land besonders gut läuft.

Wie ist denn eigentlich die Bilanz von Frankreich gegen die Deutschen?

In den bisherigen 27 Partien konnte Frankreich 12 mal gewinnen und ging 9 mal als Verlierer vom Platz. Interessant ist die Tatsache dass Deutschland die bisher 4  WM-Begegnungen 3 mal für sich entscheiden konnte. Ausnahme nur das Spiel um den 3. Platz 1958. Im eigenen Land sind die Franzosen aber sehr schwer von uns zu bezwingen.

Frankreich hat eine Mannschaft die jeden Gegner bei dieser Euro schlagen kann. Wenn sie den mentalen Bereich verbessern, werden sie das zeigen können.

Lassen die Franzosen den Gockel aus dem Stall, oder gibt es frisches Brathähnchen? Die UEFA hat ihren Gockel ja schon los gelassen und so findet die EM jetzt erstmalig ohne Präsidenten statt. (taa).

Heute aus der Serie – Die Favoriten bitten zum Tanz – Teil 2 SPANIEN

Spanien – sportlich gesehen haben die Spanier mittlerweile alles gewonnen was man so gewinnen kann.  Es gab Jahre da habe ich, egal ob Formel 1, Handball, Basketball, Tennis, Tour de France und, und, und, immer wieder spanische Erfolge mit erleben müssen. Was ok ist, aber auch anstrengend ist.

Die spanische Nationalmannschaft galt immer bei den großen Turnieren als Geheimtipp, haben es aber doch immer frühzeitig geschafft zu scheitern.  Im Jahre 1964 konnten die Spanier ihren ersten Titel bei einer Europameisterschaft gewinnen, was auf lange Zeit auch der letzte blieb. Obwohl immer in den europäischen Landesmeister- und Pokalwettbewerben vorne dabei, konnte die „Furia Roja“ nie das zeigen was man von ihr erwartet und erhofft hatte. Erst 2008 hatte Spanien eine Mannschaft die Europa und den Weltfußball regelrecht beherrschte und den Fußball von der Art veränderte.

Ballbesitz und Tiki Taka Fußball,( was mich immer irgendwie an Pippi Langstrumpf erinnert), wurden zu Schlagwörtern mit denen jeder Fan etwas anfangen kann. In den Jahren zwischen 2008 und  2012 konnten die Spanier beide Europameisterschaften gewinnen und dazwischen mal kurz Weltmeister werden.

Doch die Souveränität schwindet langsam und Spanien kam in Brasilien 2014 nicht über die Vorrunde hinaus.

In der Qualifikation konnten sich die Iberer in einer vergleichbaren einfachen Gruppe mit 9 Siegen und einer Niederlage vor der Slowakei und der Ukraine für die Euro 2016 qualifizieren. Aber gerade die Spiele gegen die beiden Teams waren sehr knapp vom Ergebnis und in der Slowakei musste man sogar mit einer Niederlage wieder nach Hause fahren.

Es wird spannend ob Spanien wieder in die alten Zeiten verfällt und frühzeitig die Heimreise antreten muss. Die Mannschaft um Trainer Vincent del Bosque liegt zur Zeit auf dem 6 Rang der FIFA Weltrangliste. Der Trend der letzten Jahre geht langsam nach unten.

Mit „dem ewigen Iker“ Casillas,  Sergio Ramos, Cesq Fabregas, David Silva, Andres Iniesta hat Spanien noch 6 Spieler die schon beim Triumph 2008 mit an Bord waren und den Altersschnitt entsprechend nach oben drücken.

In der Gruppe D muss Spanien unbequeme Gegner schlagen um unter die letzten 16 zu kommen. Auftakt wird das Spiel gegen die Tschechische Republik sein, danach Türkei und Kroatien.

Kein leichtes Unterfangen. Nach dem kürzlichen 0:1 gegen Georgien  im letzten Vorbereitungsspiel wird sich zeigen müssen, ob die Spanier die gezeigte Verunsicherung ablegen können und zu alter Stärke zurückfinden. Die ermüdende Dominanz aus den Jahren zwischen 2008 bis 2012 ist jedoch verschwunden.

Schauen wir ob die „rote Bestie“ ihrem Namen wieder alle Ehre machen kann oder ob die Jäger die Flinte durchgeladen haben. Vielleicht heißt es ja früh – Adé – Olé (taa).

Heute aus der Serie – Die Favoriten bitten zum Tanz – Teil 1 BELGIEN

Das Königreich Belgien, ein Land dass für frittierte Kartoffelstücke und große Radfahrer  bekannt ist. Naja und mit Europa und der EU haben die auch ziemlich viel zu tun. Eigentlich schwer zu glauben welch feine Spieler Belgien auf Europas  Top-Clubs in den vergangenen Jahren verteilt hat.

In der aktuellen Weltrangliste belegt  Belgien Platz  2 hinter Argentinien.

Von Thibaut Courtois , Kevin de Bruyne, Eden Hazard, Marouane Fallaini, bis hin zu Jürgen Klopps Torgaranten  Divock Origi und Christian Benteke sowie Evertons Romelu Lukaku haben die Belgier eine Nationalmannschaft gespickt mit Stars. Die Durststrecke die der belgische Fußball zwischen den Jahren 2002 – 2014 durchgemacht hat ist vergessen und man hat die Zeit genutzt um eine neue und überaus talentierte Mannschaft um den Schalker UEFA Pokal Held Marc Wilmots und Paul van Himst zu formen und zu finden. Was bisher sehr gut funktioniert hat.

Belgien bei der WM 14 in Brasilien als Geheimfavorit gestartet, schafften es jedoch nicht den Mitfavorit Argentinien im Viertelfinale zu schlagen, und somit schieden die roten Teufel frühzeitig aus dem Turnier aus.  Vielleicht nicht schlecht und heilsam um selbst zu erkennen, dass es mehr braucht für einen Titel wie nur sehr gute Einzelspieler.

Die Offensive um Kevin de Bruyne  ist der Paradebereich der Belgier und wesentlich stärker als der Abwehrverbund . Gerade hier wird sich mit das Fehlen von Vincent Kompany bemerkbar machen. Zusätzlich ist Thomas Vermaelen angeschlagen und noch nicht 100% fit.

Aus der Qualifikation gingen die Belgier als Gruppensieger vor Wales hervor, mit insgesamt 7 Siegen, 2 Unentschieden und einer Niederlage.

In der Gruppe E müssen die Belgier schon zu Beginn hellwach sein. Mit Italien , Irland und Schweden haben die Belgier eine der schwersten Vorrundengruppen erwischt.  Alle diese Gegner könnten ein Stolperstein für Belgien werden.

Die Erfahrungen die das belgische Nationalteam bisher bei Europameisterschaften sammel durften waren im Vergleich zu den anderen Favoriten mäßig. 1972 im eigenen Land konnte man den dritten Platz belegen. 1980 gegen Deutschland in Italien wurde man im Finale von Horst Hrubesch und dem deutschen Team bezwungen. Ansonsten war bei den Endrunden 1984 in Frankreich und 2000 im  eigenen Land in der Vorrunde Schluss.

Und falls alles normal läuft könnte man im Viertelfinale auf Deutschland treffen. Die Bilanz für die Belgier ist  äußerst miserabel. Bei 25 Partien wurden 20 verloren, 1 Unentschieden und 4 Siege wobei der letzte Sieg der Belgier aus dem Jahre 1954 ist und bei den 3 anderen Siegen gab es bei uns noch einen Kaiser. Also ich meine einen richtigen – nicht den Franz.

Belgien ist kein Geheimfavorit mehr auf den Titel sondern kann mittlerweile berechtigte Ansprüche stellen. Aber ob das Team schon soweit ist um die etablierten Mannschaften zu besiegen wird die Endrunde zeigen. Belgien heiß wie Frittenfett oder nur ranzig? (taa)

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