Deutsche Fußballteams kämpfen in Rio um Gold

Na das läuft ja bisher alles richtig rund für die beiden DFB Teams bei Olympia. Beide Teams haben es bis in Endspiel geschafft und spielen um Gold.

Den Anfang machen heute Abend unsere Damen gegen Schweden. Schweden hat enorme „Aufräumarbeit“ im Vorfeld betrieben. Brasilien nach 0:0 und Elfmeterschießen  ins Spiel um Platz 3 geschickt und die Runde davor die Rekordsiegerinnen der USA nach Hause gejagt. Unspektakulär und Defensiv mit dem Quentchen Glück könnte man das Auftreten der Schwedinnen bisher bezeichnen.

Die deutschen Frauen gingen relativ unbemerkt durch das Turnier. Nach der Gruppenphase China und Kanada besiegt und stehen jetzt dort wo jede gerne wäre, im Endspiel. Also her mit den kleinen Schwedinnen. Es wird das letzte Spiel von Trainerin Silvia Neid sein – und da sollten die Damen nochmal richtig Gas geben und ihr den Abschied vergolden. Danach wird der Kaiser Franz des Frauenfußballs, Steffi Jones, das Ruder übernehmen.

Kein guter Übergang zu den Herren aber doch ein Übergang.  Der passionierte Hechtangler Horst Hrubesch könnte im morgigen Endspiel seinen größten Fang machen. Was der mit dem deutschen Nachwuchs treibt, bleibt ein Mysterium, welches sich nicht erklären lässt, ähnlich wie z.B. der Transfer von Christoph Metzelder zu Real Madrid. Unglaublich. Horst Hrubesch, Kopfballungeheuer, entscheidender Elfmetertorschütze im Halbfinal-Krimi gegen Frankreich 82 und Doppeltorschütze 80 im EM Endspiel und erheblicher Teil der „großen“ HSV Mannschaft um Ernst Happel. „Was Horst Hrubesch – Trainer der Nachwuchsmannschaft -DER ?“ hör ich mich noch sagen, als er irgendwann nach der Jahrtausendwende beim DFB auftauchte und ich mich dunkel an seine technischen Fähigkeiten zurückerinnere. Für mich mittlerweile der beste Mann für den Job im Nachwuchsbereich. Er trifft genau den Nerv seiner Spieler und kann genau einschätzen mit welchen Spielern er Erfolg haben kann und er zeigt ihnen Vertrauen. (Hoffentlich dankt es im Davie Selke im Endspiel) Da kann man nur den Hut vor ziehen. Ohne große Vorbereitungszeit marschieren die Jungs ins Finale gegen Brasilien. Für die Mannschaft, mit Ausnahme von Matthias Ginter, wird es das wohl Größte im bisherigen Fußballerleben sein.

Brasilien selbst steht Kopf nach dem 6:0 Sensationserfolg gegen die Fußballmacht Honduras, was aber eher einem Erstrundenspiel im DFB Pokal glich, wenn Bayern aufs Land muss gegen einen Bezirksligisten. Neymar konnte zumindest in dem Spiel mal zeigen was er drauf hat und erzielte, zur großen Erleichterung aller brasilianischen Fans, zwei Tore. Und nun sinnt ganz Brasilien auf Rache gegen Deutschland für die erlittene Halbfinalniederlage 2014. Da werden die Deutschen erst mal wenig Spaß haben, aber wenn sie es so machen wie beim 7:1 damals, dann werden wir alle einen entspannten und ruhigen Abend am Bildschirm erleben dürfen. Neymar selbst durfte sich ja schon in London 2012 eine Silbermedaille um den Hals hängen und da wäre es rein aus optischen Gründen schon besser wenn er den Farbton beibehält. Fußballverrückt wie der Brasilianer und die dortige Presse nun mal ist, lastet da ein nicht unerheblicher Druck auf Neymars Schultern.

Und Horst Hrubesch? – der freut sich einfach nur , für sich und seine Jungs, auf das Spiel, aufs Maracana, auf die Zuschauer und auf die Medaille.

Wir drücken unseren beiden Mannschaften die Daumen für erfolgreiche Spiele.(taa).

 

 

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