Gerd Gottlob , die Euro wird ne Qual – ARD überträgt emotionalstes Endspiel der Geschichte

Öffentlich – rechtliche Sendeanstalt geht massiv gegen „Schwarzseher“ vor.

Traurigkeit durchflutete mein Herz als ich aus der Presse entnehmen musste dass die ARD das Finale der Euro 2016 übertragen darf. Eigentlich ist dies keine Meldung wert, aber,  und das ist ja das Schlimme daran, beehrt mich da am heimischen TV-Gerät die neue Stimme der Nation. Der „Möchte-Gern-Enkel“ von Herbert Zimmermann. Der Emotionspanzer am Mikrofon – Gerd Gottlob. Meine Nerven liegen jetzt schon blank und dank der frühzeitigen Ankündigung der öffentlich rechtlichen Sendeanstalt habe ich Zeit nach Alternativen zu suchen. Ohne natürlich das Spiel zu verpassen.

Mir schwebte vor, und das habe ich schon beim Pokalendspiel ausprobieren können, einfach den Ton auszustellen und den Videotext anzumachen. Aber, falls das irgendjemand schon einmal gemacht hat, dies ist nur im Moment der allergrößten Not zu empfehlen.  Da kann es schnell mal zu Schreibfehlern beim Textverfasser kommen und der Ball wird dann nicht auf´s Tor geschossen, sondern eher durch eine rektale Aktion auf dieses befördert.

Eine andere Alternative, und diese  funktioniert schon Samstags sehr gut ( da aber ohne Bild), ist das gute alte Radio. Solange Sabine Töpperwien mit ihrer Stimme, eine Mischung aus Kastratenchor und Feuerwehrsirene, nicht berichtet , ist dies eine richtig gute  Möglichkeit.  Ich könnte ja das Endspiel ohne Ton schauen und dabei das Radio anmachen. HR-Info ist da ein Anbieter der meine erste Anlaufstelle wäre.

Oder, und das kommt auf den Verlauf des Turnieres an, lasse ich das Fernsehgerät komplett aus. Dies würde aber nur dann eintreten falls es wieder ein Endspiel wie z.B. Spanien gegen Italien geben würde. Oder Russland gegen Ukraine oder sonstwas uninteressantes.

Da ich realistischer Optimist bin wird Deutschland auf jeden Fall an diesem besagten Endspiel-Sonntag in Paris spielen und somit bin ich auf eine Lösungsfindung angewiesen. Aber wie es immer so ist,  wird dann doch wieder Gerd Gottlob aus meinem Fernseher dröhnen und mir gefühlte 150 mal mit seinem Geschrei, wie toll z.B. jetzt wieder dieser Querpass war, auf die Nerven gehen. Da er auch immer etwas parteiisch ist, und der Gegner dies, bei seinen oftmals haltlosen Kommentaren, spüren darf, könnte es dann schon wieder amüsant werden. Wenn es nicht so wichtig wäre.

Beim DFB Pokal Endspiel dieses Jahr und beim Eröffnungsspiel der Deutschen 2014 gegen Portugal hatte er uns schon an seinem Können teilhaben lassen. Und was war das für ein Gequatsche. Und gerade als man dachte jetzt ist es gut, schreit er ins Mikro. Zuerst dachte ich sämtliche Spielerfrauen rennen nackt übers Feld und ich richtete meinen Blick vom Tablet wieder auf das Geschehen, doch es gab nur einen Einwurf auf Höhe der Mittlellinie.

Ich bin der Überzeugung, dass er es geschafft hätte, den Nichtangriffspakt von Gijon zwischen Deutschland und Österreich 1982 zu einem der besten Spiele zu reden die es je in der Geschichte des runden Leders gegeben hat. Von soviel Emotionalität wird mir schwindelig.

Und wie ich aus dem Videotext entnehmen darf, habe ich schon heute Abend zum Auftakt der deutschen Elf gegen die Ukraine, das Vergnügen mich mit ihm näher beschäftigen zu dürfen.

Wieso ARD – Ihr habt doch noch andere, oder?

Nehmt doch mal den Mehmet, der ist doch eh da. Und solange der nur übers Spiel erzählen darf ist doch alles gut. Nur seine Meinung über die Spieler sollte er für sich behalten (taa).

 

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