Heute aus der Serie – Europa deine Außenseiter – Teil 4 ISLAND

Island hat es geschafft – in der Gruppe hinter Tschechien, aber vor der Türkei und vor den Niederlande konnten sich die Isländer für ihr erstes großes Turnier qualifizieren.

Wer ist dieses Island?  In der Heimat von Geysiren, Vulkanen, Papageientaucher und Island Ponys traten immer mehr die sportlichen Aktivitäten der zweitgrößten europäischen Insel in Erscheinung.

Mit einer Bevölkerungsdichte von knapp 300.000 Einwohner der kleinste Teilnehmer der Endrunde. Fußball gab es nur in den Sommermonaten was sich mit dem Bau von Soccerhallen Anfang des Jahrtausends geändert hat und dem Fußball in Island einen  Schub gab. Fortan konnte ganzjährig  gespielt und trainiert werden. Obwohl es im Handball die größeren Erfolge für Island gab, ist Fußball die Sportart Nummer 1.

Für eine Qualifikation zu einem großen Wettbewerb hat es in der Geschichte des Isländischen Fußballs noch nie gereicht, aber immer wieder wurde mit einigen Ergebnissen für etwas Aufsehen gesorgt. Zur WM 2014 in Brasilien scheiterten die Isländer erst im Play-Off Spiel gegen Kroatien.

Legendär war das 0:0 gegen die Deutsche Mannschaft in der EM Qualifikation 2003 mit anschließender Wutrede unseres  Rudi Völlers gegen Waldemar „Weizenbier-Deutschland war noch nie im eigenen Land Weltmeister“ Hartmann. Unvergessen. Island hat uns diesen großen Moment der Fernsehgeschichte ermöglicht.

Der Nachwuchs der Isländer schaffte es 2011 die EM Endrunde zu erreichen, in dem sie den deutschen Nachwuchs in der Qualifikation hinter sich ließ. Viele der Spieler von damals sind jetzt bei den „Großen“ dabei. Wie der beim FC Augsburg stürmende Alfred Finnbogason oder der ehemalige Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson.  Die meisten Spieler der Nationalmannschaft verdienen ihr Geld in den skandinavischen Ligen von Schweden, Norwegen oder Dänemark. Die heimische Premier League bietet nur wenigen Spielern aus dem Nationalteam eine Heimat. Bekannteste ehemalige isländische Spieler aus der Bundesliga sind zum einen Atli Edvaldson, der erste ausländische Spieler der in der Bundesliga 5 Tore in einem Spiel erzielte und Asgeir Sigurvinsson der bei Bayern München und vor allem beim VfB Stuttgart spielte.

Die Bilanz gegen Deutschland  ist eher schlecht mit 3 Niederlage und einem Unentschieden in den bisherigen  4  Partien.

In der Gruppenphase bekommt es Island mit Portugal, Ungarn und Österreich zu tun was sich als eine lösbare Aufgabe erweisen kann. Die Isländer überzeugen durch eine geschlossene Mannschaftsleistung ohne überragende Einzelkönner. Der Aufwärtstrend der letzten Jahre zeigt,dass  sie die Möglichkeiten haben, die Gruppenphase zu überstehen. Der erfahrene schwedische Trainer Lars Lagerbäck und sein Co Heimir Hallgrimsson werden dem Team die nötige mentale und mannschaftliche Stärke vermitteln um für eine Überraschung zu sorgen.

Eine 14:2 Niederlage, wie im Freundschaftsspiel 1967 gegen Dänemark, wird es mit ziemlicher Sicherheit gegen kein Team auf der Welt mehr für die Isländer geben.

Schauen wir ob das Land der Dottirs und Sons das Pony zum Rennpferd machen können.

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