Gerd Gottlob , die Euro wird ne Qual – ARD überträgt emotionalstes Endspiel der Geschichte

Öffentlich – rechtliche Sendeanstalt geht massiv gegen „Schwarzseher“ vor.

Traurigkeit durchflutete mein Herz als ich aus der Presse entnehmen musste dass die ARD das Finale der Euro 2016 übertragen darf. Eigentlich ist dies keine Meldung wert, aber,  und das ist ja das Schlimme daran, beehrt mich da am heimischen TV-Gerät die neue Stimme der Nation. Der „Möchte-Gern-Enkel“ von Herbert Zimmermann. Der Emotionspanzer am Mikrofon – Gerd Gottlob. Meine Nerven liegen jetzt schon blank und dank der frühzeitigen Ankündigung der öffentlich rechtlichen Sendeanstalt habe ich Zeit nach Alternativen zu suchen. Ohne natürlich das Spiel zu verpassen.

Mir schwebte vor, und das habe ich schon beim Pokalendspiel ausprobieren können, einfach den Ton auszustellen und den Videotext anzumachen. Aber, falls das irgendjemand schon einmal gemacht hat, dies ist nur im Moment der allergrößten Not zu empfehlen.  Da kann es schnell mal zu Schreibfehlern beim Textverfasser kommen und der Ball wird dann nicht auf´s Tor geschossen, sondern eher durch eine rektale Aktion auf dieses befördert.

Eine andere Alternative, und diese  funktioniert schon Samstags sehr gut ( da aber ohne Bild), ist das gute alte Radio. Solange Sabine Töpperwien mit ihrer Stimme, eine Mischung aus Kastratenchor und Feuerwehrsirene, nicht berichtet , ist dies eine richtig gute  Möglichkeit.  Ich könnte ja das Endspiel ohne Ton schauen und dabei das Radio anmachen. HR-Info ist da ein Anbieter der meine erste Anlaufstelle wäre.

Oder, und das kommt auf den Verlauf des Turnieres an, lasse ich das Fernsehgerät komplett aus. Dies würde aber nur dann eintreten falls es wieder ein Endspiel wie z.B. Spanien gegen Italien geben würde. Oder Russland gegen Ukraine oder sonstwas uninteressantes.

Da ich realistischer Optimist bin wird Deutschland auf jeden Fall an diesem besagten Endspiel-Sonntag in Paris spielen und somit bin ich auf eine Lösungsfindung angewiesen. Aber wie es immer so ist,  wird dann doch wieder Gerd Gottlob aus meinem Fernseher dröhnen und mir gefühlte 150 mal mit seinem Geschrei, wie toll z.B. jetzt wieder dieser Querpass war, auf die Nerven gehen. Da er auch immer etwas parteiisch ist, und der Gegner dies, bei seinen oftmals haltlosen Kommentaren, spüren darf, könnte es dann schon wieder amüsant werden. Wenn es nicht so wichtig wäre.

Beim DFB Pokal Endspiel dieses Jahr und beim Eröffnungsspiel der Deutschen 2014 gegen Portugal hatte er uns schon an seinem Können teilhaben lassen. Und was war das für ein Gequatsche. Und gerade als man dachte jetzt ist es gut, schreit er ins Mikro. Zuerst dachte ich sämtliche Spielerfrauen rennen nackt übers Feld und ich richtete meinen Blick vom Tablet wieder auf das Geschehen, doch es gab nur einen Einwurf auf Höhe der Mittlellinie.

Ich bin der Überzeugung, dass er es geschafft hätte, den Nichtangriffspakt von Gijon zwischen Deutschland und Österreich 1982 zu einem der besten Spiele zu reden die es je in der Geschichte des runden Leders gegeben hat. Von soviel Emotionalität wird mir schwindelig.

Und wie ich aus dem Videotext entnehmen darf, habe ich schon heute Abend zum Auftakt der deutschen Elf gegen die Ukraine, das Vergnügen mich mit ihm näher beschäftigen zu dürfen.

Wieso ARD – Ihr habt doch noch andere, oder?

Nehmt doch mal den Mehmet, der ist doch eh da. Und solange der nur übers Spiel erzählen darf ist doch alles gut. Nur seine Meinung über die Spieler sollte er für sich behalten (taa).

 

Neues Fussball-Orakel – Krake Paul hat würdige Nachfolger – Deutschland-Ukraine


Warning: Illegal string offset 'width' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 57

Warning: Illegal string offset 'height' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 57

Warning: Illegal string offset 'autoplay' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 57

Warning: Illegal string offset 'theme' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 63

Warning: Illegal string offset 'loop_video' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 57

Warning: Illegal string offset 'enable_fullscreen' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 57

Warning: Illegal string offset 'show_title' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 57

Warning: Illegal string offset 'show_youtube_icon' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 57

Warning: Illegal string offset 'show_annotations' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 57

Warning: Illegal string offset 'show_progress_bar_color' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 57

Warning: Illegal string offset 'autohide_parameters' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 57

Warning: Illegal string offset 'set_initial_volume' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 57

Warning: Illegal string offset 'initial_volume' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 57

Warning: Illegal string offset 'disable_keyboard' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 57

Warning: Illegal string offset 'set_initial_volume' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 68

Warning: Illegal string offset 'set_initial_volume' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 68

Warning: Illegal string offset 'enable_fullscreen' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 70

Warning: Illegal string offset 'autoplay' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 73

Warning: Illegal string offset 'loop_video' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 75

Warning: Illegal string offset 'enable_fullscreen' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 76

Warning: Illegal string offset 'show_title' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 77

Warning: Illegal string offset 'show_youtube_icon' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 78

Warning: Illegal string offset 'show_annotations' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 79

Warning: Illegal string offset 'show_progress_bar_color' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 80

Warning: Illegal string offset 'autohide_parameters' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 81

Warning: Illegal string offset 'disable_keyboard' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 82

Warning: Illegal string offset 'width' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 90

Warning: Illegal string offset 'height' in /homepages/16/d294013263/htdocs/clickandbuilds/Fuballphilosoph/wp-content/plugins/youtube-video-player/fornt_end/front_end.php on line 90

Es gibt ein neues Orakel. Nachdem Krake Paul uns noch bei der WM 2010 mit seinen Weissagungen in  Verzückung versetzt hatte,  gibt es nach seinem Ableben einen Nachfolger der für die EM 2016 treffsichere Vorhersagen machen soll. Es handelt sich um einen Pinguin der auf den Namen Flocke hört (oder auch nicht).  Dieser orakelt einen Auftaktsieg unseres Teams gegen die  Ukraine voraus. Aber auch wir von Fussballphilosoph.de haben nach langer Suche ein Orakel entdeckt dass eine Niederlage der Ukrainer vorhersagt. Schaut selbst. Ist eindeutig:

Malta, Lichtenstein, Andorra – wann sehen wir euch bei der Euro?

 

Die UEFA und ihre Endrunden-Reform ? Hoffentlich reichen die Länder in Europa aus !

Was waren dass doch für schöne Zeiten. 2 Gruppen a 4 Mannschaften – ab 1984 dann sogar mit Halbfinale. Und das mit den Top Nationalmannschaften des Kontinents. Entschieden über einen Qualifikationsmodus bei dem nur der Gruppenbeste weiterkam. Und heute? 24 Mannschaften aus den insgesamt 55 Landesverbände dürfen an dieser EM teilnehmen. Bei einer EM konnte man sich früher ca. 2-3 Wochen freuen. Heute darf man dies einen Monat lang tun. Viel zu lange meiner Meinung nach.

Sicherlich ist es notwendig das Kontingent zu erhöhen und mehr Länder bei einer Europameisterschaft zu haben, werden die einen sagen. Andere würden an dem bisherigen Modus der seit 1996 besteht,  festhalten mit max 4 Gruppen mit je 4 Mannschaften.

Man schaue sich einmal die europäische Teilnehmerzahl an einer Weltmeisterschaft an. Diese schwankte bei den letzten Weltmeisterschaften zwischen 13 und 14 Teilnehmern, je nach Austragungskontinent, d.h. was normal bei einer WM an Europäischen Mannschaften ist,  wird dort auf 8 Gruppen verteilt. Bei einer EM allerdings bisher auf 4 was die Leistungsdichte innerhalb der Gruppe erhöht.

Klar wird es weiterhin Top-Favoriten auf den Titel geben wie z.B. Spanien oder Deutschland.

Aber auch die Außenseiterdichte wird sich verschieben. Dies wird dann z.B. nicht mehr England, Schweden, Polen, Schweiz oder Rumänien sein, sondern Albanien, Wales oder Ungarn. Was zwangsläufig dazu führen wird dass die Partien nicht unbedingt das Interesse aller findet wenn z.B. Frankreich gegen Albanien spielt.

Mich erinnert dieses ganze „Aufblähen“ mittlerweile an die Champions League. Dessen Vorrunde und Gruppenphase mich regelmäßig mit Langweile straft und häufiger ohne mich stattfindet als mit mir. Auch in diesem Wettbewerb hat die UEFA gezeigt wie stark der finanzielle Aspekt im Vordergrund steht und wie weit das sportliche in den Hintergrund gerückt wird.

Für alle Beteiligten, UEFA und Mannschaften, ein sehr lukratives Geschäft. Für alle Unbeteiligten wie mich, unattraktiv, langweilig, Gebührenverschwendung. Die wahre („Ware“) Champions-League beginnt erst nach der Winterpause.

8 Mannschaften mehr in dem Turnier bedeutet dann auch wieder ein Achtelfinale und somit ein Spiel mehr. Was für die beteiligten Akteure mehr Energie, mehr Kraftaufwand und weniger Regeneration und Zeit bedeutet.

Durch die Erhöhte Anzahl der Teilnehmer kommt es nun auch wieder zu der sog. Gruppen-Dritten-Regelung. Die 4 besten Gruppendritten haben jetzt auch die Möglichkeit sich für die Runde der „BESTEN“ 16 zu qualifizieren.   Um dies feststellen hat mit höchster Wahrscheinlichkeit die UEFA einen Mathematiker engagieren müssen der für diese Lösung bestimmt einen einstelligen Millionenbetrag kassiert hat. Eventuell aus dem näheren Bekanntenkreis eines ehemaligen französischen Top-Fußballers aus den 80er Jahren, dessen Verwandtschaft ja schon wie wild komponiert hat für die Champions League Musik.

Diese Regelung des Gruppen-Dritten ist so ziemlich Blödsinnig wie Unsinnig. Schon in der Champions-League regt sich der kundige Beobachter über diese Regelung auf , dass die „loser“ der CL  in die Euro-League KO Runde einziehen darf und diese dann auch gewinnt. Irgendwann sollte man mal einfach mit dem Geld zählen aufhören und sich auf das wesentliche – nämlich das Spiel und den sportlichen Vergleich – konzentrieren. Und eine Mannschaft die so mies ist, dass es nur zum Platz 3 von 4 in der Gruppe reicht, hat ein Weiterkommen nicht verdient.

Für Überraschungen waren auch die Europameisterschaften in der Vergangenheit gut, wenn man die Erfolge von Dänemark und Griechenland verfolgt hat.

Vielleicht wird es irgendwann mal eine EM mit allen Verbänden aus Europa geben. Da ist bestimmt noch mehr an Kohle für die Verantwortlichen der UEFA drin. Aber wir dürfen uns auch bei der WM auf Änderungen einstellen. Hier werden bald 40 Mannschaften am Start sein.

Von daher – weniger ist oft mehr und ich werde die bevorstehende „Freizeit“ die mir die Vorrunde dieser EM  gibt sinnvoll nutzen.(taa)

Heute aus der Serie – Die Favoriten bitten zum Tanz – Teil 3 FRANKREICH

Frankreich der Top Favorit auf den diesjährigen Europameisterschaftstitel.?? Nur bedingt.

 

Die Franzosen bieten ein überaus kompaktes und spielstarkes Team, und sind im eigenen Land bei Turnieren anscheinend nicht zu schlagen, was die EM 1984 und WM 1998 uns gezeigt hat.

Eine Mannschaft die sehr stark ist ohne allerdings jetzt einen herausragenden Star zu haben. Den wird es erst geben falls die Franzosen diese Europameisterschaft gewinnen sollten.

1984 war dies Michel Platini, Vater des Komponisten der CL Musik und ehemaliger UEFA Präsident.

1998 war es Zinedine Zidane der die Equipe Tricolore zum WM Titel im eigenen Lande führte, und als Trainer mit Real Madrid gerade die Champions-League gewonnen.

Und die Stars im aktuellen Team von Frankreich? Um Paul Pogba, Antoine Griezmann, Oliver Giroud, Laurant Koscielny und Patrice Evra als Beispiel besitzen sie ein sehr gutes Team. Karim Benzema muss leider zu Hause bleiben und mit seinen Kumpels einen Videoabend machen.

Seine Nichtnominierung, auf Grund persönlicher und menschlicher Verfehlungen, nimmt er jetzt zum Anlass sich durchgehend in Interviews über Trainer Didier Deschamps zu beschweren und das ganze immer in die Öffentlichkeit zu tragen. Er mag ein sehr guter Fußballer sein, aber mit einem Sexviedeo seinen Mannschaftskollegen  zu einer Erpressungszahlung zu überreden ist wohl nicht die feine französische Art.

Ganz Frankreich erwartet von der „Equipe Trioclore“ den Titel und somit ist die Mannschaft einem sehr starken Druck in der Öffentlichkeit ausgesetzt. Das große Problem ist, und das wird jeder Spieler zwangsläufig mitverfolgen müssen, dass in Frankreich eine riesige politische Diskussion über das Team und ihre verschiedenen Herkunftsländern usw. geführt wird. Es geht in Frankreich nicht vorwiegend um sportliche Ziele. Aber uns wie auch die Franzosen sollte nur das sportliche interessieren.

Die Mannschaft ist relativ unerfahren und man muss abwarten wie sie mit der Situation umgeht. Im Schnitt haben die Spieler aus dem Kader selten mehr als 40 Länderspiele gemacht und zum anderen lastet ein enormer Druck auf ihnen. In der aktuellen Weltrangliste belegen die Franzosen nur Platz 17.

Nach 1938, 1984 und 1998 darf Frankreich zum vierten Mal ein Großereignis austragen und durch ihre Siege in  84 und 98 sind sie auch dieses Jahr automatisch Titelanwärter da es ja im eigenen Land besonders gut läuft.

Wie ist denn eigentlich die Bilanz von Frankreich gegen die Deutschen?

In den bisherigen 27 Partien konnte Frankreich 12 mal gewinnen und ging 9 mal als Verlierer vom Platz. Interessant ist die Tatsache dass Deutschland die bisher 4  WM-Begegnungen 3 mal für sich entscheiden konnte. Ausnahme nur das Spiel um den 3. Platz 1958. Im eigenen Land sind die Franzosen aber sehr schwer von uns zu bezwingen.

Frankreich hat eine Mannschaft die jeden Gegner bei dieser Euro schlagen kann. Wenn sie den mentalen Bereich verbessern, werden sie das zeigen können.

Lassen die Franzosen den Gockel aus dem Stall, oder gibt es frisches Brathähnchen? Die UEFA hat ihren Gockel ja schon los gelassen und so findet die EM jetzt erstmalig ohne Präsidenten statt. (taa).

Heute aus der Serie – Die Favoriten bitten zum Tanz – Teil 2 SPANIEN

Spanien – sportlich gesehen haben die Spanier mittlerweile alles gewonnen was man so gewinnen kann.  Es gab Jahre da habe ich, egal ob Formel 1, Handball, Basketball, Tennis, Tour de France und, und, und, immer wieder spanische Erfolge mit erleben müssen. Was ok ist, aber auch anstrengend ist.

Die spanische Nationalmannschaft galt immer bei den großen Turnieren als Geheimtipp, haben es aber doch immer frühzeitig geschafft zu scheitern.  Im Jahre 1964 konnten die Spanier ihren ersten Titel bei einer Europameisterschaft gewinnen, was auf lange Zeit auch der letzte blieb. Obwohl immer in den europäischen Landesmeister- und Pokalwettbewerben vorne dabei, konnte die „Furia Roja“ nie das zeigen was man von ihr erwartet und erhofft hatte. Erst 2008 hatte Spanien eine Mannschaft die Europa und den Weltfußball regelrecht beherrschte und den Fußball von der Art veränderte.

Ballbesitz und Tiki Taka Fußball,( was mich immer irgendwie an Pippi Langstrumpf erinnert), wurden zu Schlagwörtern mit denen jeder Fan etwas anfangen kann. In den Jahren zwischen 2008 und  2012 konnten die Spanier beide Europameisterschaften gewinnen und dazwischen mal kurz Weltmeister werden.

Doch die Souveränität schwindet langsam und Spanien kam in Brasilien 2014 nicht über die Vorrunde hinaus.

In der Qualifikation konnten sich die Iberer in einer vergleichbaren einfachen Gruppe mit 9 Siegen und einer Niederlage vor der Slowakei und der Ukraine für die Euro 2016 qualifizieren. Aber gerade die Spiele gegen die beiden Teams waren sehr knapp vom Ergebnis und in der Slowakei musste man sogar mit einer Niederlage wieder nach Hause fahren.

Es wird spannend ob Spanien wieder in die alten Zeiten verfällt und frühzeitig die Heimreise antreten muss. Die Mannschaft um Trainer Vincent del Bosque liegt zur Zeit auf dem 6 Rang der FIFA Weltrangliste. Der Trend der letzten Jahre geht langsam nach unten.

Mit „dem ewigen Iker“ Casillas,  Sergio Ramos, Cesq Fabregas, David Silva, Andres Iniesta hat Spanien noch 6 Spieler die schon beim Triumph 2008 mit an Bord waren und den Altersschnitt entsprechend nach oben drücken.

In der Gruppe D muss Spanien unbequeme Gegner schlagen um unter die letzten 16 zu kommen. Auftakt wird das Spiel gegen die Tschechische Republik sein, danach Türkei und Kroatien.

Kein leichtes Unterfangen. Nach dem kürzlichen 0:1 gegen Georgien  im letzten Vorbereitungsspiel wird sich zeigen müssen, ob die Spanier die gezeigte Verunsicherung ablegen können und zu alter Stärke zurückfinden. Die ermüdende Dominanz aus den Jahren zwischen 2008 bis 2012 ist jedoch verschwunden.

Schauen wir ob die „rote Bestie“ ihrem Namen wieder alle Ehre machen kann oder ob die Jäger die Flinte durchgeladen haben. Vielleicht heißt es ja früh – Adé – Olé (taa).

Heute aus der Serie – Die Favoriten bitten zum Tanz – Teil 1 BELGIEN

Das Königreich Belgien, ein Land dass für frittierte Kartoffelstücke und große Radfahrer  bekannt ist. Naja und mit Europa und der EU haben die auch ziemlich viel zu tun. Eigentlich schwer zu glauben welch feine Spieler Belgien auf Europas  Top-Clubs in den vergangenen Jahren verteilt hat.

In der aktuellen Weltrangliste belegt  Belgien Platz  2 hinter Argentinien.

Von Thibaut Courtois , Kevin de Bruyne, Eden Hazard, Marouane Fallaini, bis hin zu Jürgen Klopps Torgaranten  Divock Origi und Christian Benteke sowie Evertons Romelu Lukaku haben die Belgier eine Nationalmannschaft gespickt mit Stars. Die Durststrecke die der belgische Fußball zwischen den Jahren 2002 – 2014 durchgemacht hat ist vergessen und man hat die Zeit genutzt um eine neue und überaus talentierte Mannschaft um den Schalker UEFA Pokal Held Marc Wilmots und Paul van Himst zu formen und zu finden. Was bisher sehr gut funktioniert hat.

Belgien bei der WM 14 in Brasilien als Geheimfavorit gestartet, schafften es jedoch nicht den Mitfavorit Argentinien im Viertelfinale zu schlagen, und somit schieden die roten Teufel frühzeitig aus dem Turnier aus.  Vielleicht nicht schlecht und heilsam um selbst zu erkennen, dass es mehr braucht für einen Titel wie nur sehr gute Einzelspieler.

Die Offensive um Kevin de Bruyne  ist der Paradebereich der Belgier und wesentlich stärker als der Abwehrverbund . Gerade hier wird sich mit das Fehlen von Vincent Kompany bemerkbar machen. Zusätzlich ist Thomas Vermaelen angeschlagen und noch nicht 100% fit.

Aus der Qualifikation gingen die Belgier als Gruppensieger vor Wales hervor, mit insgesamt 7 Siegen, 2 Unentschieden und einer Niederlage.

In der Gruppe E müssen die Belgier schon zu Beginn hellwach sein. Mit Italien , Irland und Schweden haben die Belgier eine der schwersten Vorrundengruppen erwischt.  Alle diese Gegner könnten ein Stolperstein für Belgien werden.

Die Erfahrungen die das belgische Nationalteam bisher bei Europameisterschaften sammel durften waren im Vergleich zu den anderen Favoriten mäßig. 1972 im eigenen Land konnte man den dritten Platz belegen. 1980 gegen Deutschland in Italien wurde man im Finale von Horst Hrubesch und dem deutschen Team bezwungen. Ansonsten war bei den Endrunden 1984 in Frankreich und 2000 im  eigenen Land in der Vorrunde Schluss.

Und falls alles normal läuft könnte man im Viertelfinale auf Deutschland treffen. Die Bilanz für die Belgier ist  äußerst miserabel. Bei 25 Partien wurden 20 verloren, 1 Unentschieden und 4 Siege wobei der letzte Sieg der Belgier aus dem Jahre 1954 ist und bei den 3 anderen Siegen gab es bei uns noch einen Kaiser. Also ich meine einen richtigen – nicht den Franz.

Belgien ist kein Geheimfavorit mehr auf den Titel sondern kann mittlerweile berechtigte Ansprüche stellen. Aber ob das Team schon soweit ist um die etablierten Mannschaften zu besiegen wird die Endrunde zeigen. Belgien heiß wie Frittenfett oder nur ranzig? (taa)

Den Adler auf der Brust und die Hände fangen an zu zittern.

Ich sehe Typen in Deutschland-Trikots die regelmäßig am Ball vorbei greifen.

Tja da darf der Marc-Andre ter Stegen mal wieder in der Nationalmannschaft ran und schon wieder bekommen wir lustige Dinge zu sehen.  Ja, ja da war es ja nass und der Regen, und der Platz der war ja auch noch schlecht usw. Stimmt alles – aber der gute ter Stegen war mal wieder der Einzigste  an dem Tag den ich gesehen habe der das Ding durch die „Hosenträger“ ins Tor bekommen hat. Sein Gegenüber aus der Slowakei hatte das gleiche Spielfeld und die selben Witterungsbedingungen.

Na gut – sind wir mal ehrlich. Den Bundesadler auf seinem Leibchen zu tragen ist eh nicht so seins. Was unerklärlich ist, da er bei Barcelona in einem der größten und erfolgreichsten Clubs der Welt spielt und er ja nicht unbeteiligt ist wenn Barca das Triple holt. Da müsste man doch cooler sein.?

Nach dem Italienspiel hatte man ja echt die Hoffnung dass er die Kurve bekommen hat . Aber gegen die Slowakei war er wieder der „Alte“, so wie wir ihn schon zuvor in der Nationalelf sehen durften. Immer für ne Aktion gut, so wie in dem Spiel gegen die USA.  Es durfte geschmunzelt werden als er  beim Rückpass von Höwedes am Ball vorbei getreten und danach den Ball aus dem Netz geholt hat.  Oder sein allererster Einsatz gegen die Schweiz. 5 Gegentore – auf den Spuren von Heinrich Kwiatkowski, oder was?. Andere, sehr  gute  deutsche Torhüter, werden bei der EM zu Hause, z.B.  in Paris,  bleiben und zuschauen müssen. Ist schon etwas ungerecht oder?.

Sicherlich ist Marc-Andre ter Stegen ein sehr guter Torwart, aber in der Nationalmannschaft hat er dies noch nie gezeigt. Da wird der Dr. Hans-Dieter Hermann, seines Zeichens der Psychologe der DFB-Auswahl,  noch ganz viel Arbeit mit ihm haben. Und über die Einladung als Ersatzmann für Manuel Neuer zum Kader für die EM bin ich noch heute mehr verwundert wie über die Nicht-Nominierung von Karim Bellarabi.

Man hat ja als Fan schon einige äußerst merkwürdige Torhüter  und Aktionen in der Bundesliga erleben dürfen. Absolute Highlights waren Mladen Pralija vom HSV und die Cottbuser Kultfigur Tomislav Piplica ? Aber da stimmt halt irgendwie auch der Spruch dass Torhüter und Linksaußen irgendwie anders sind als andere.

Hoffen wir mal dass Manuel Neuer nichts passiert bei dem Turnier. Denn wenn doch, müsste man sich zum jetzigen Zeitpunkt berechtigte Sorgen haben.

Aber falls Deutschland den Pokal holen sollte, wäre es schön, wenn ter Stegen beim Interview seine Freude kundtut und er nicht wieder sagst dass ihm  dieser Moment (O-Ton) „Scheissegal“ ist, das durfte ich schon nach seinem Triple Gewinn bzw Champions-League – Endspielsieg von ihm hören und darauf habe ich keine Lust.(taa).

Du wurdest zlatanisiert – du Wicht! Ein Schwede geht auf Reisen

Zlatan Ibrahimovic einer der größten Fußballer und „Enfant terrible“ im Weltfußball wird morgen der Welt verkünden, so wie es sich gehört, welcher Club und welches Land die Ehre hat ihn für mindestens ein Jahr lang zu beheimaten.  Den Termin hat er frühzeitig angekündigt um auch hier die volle Aufmerksamkeit zu bekommen. Diese ist ihm aber sowieso sicher.

Nach seinen Stationen in Schweden, Holland, Italien Spanien und Frankreich wird er, wenn es nicht Rot-Weiß Oberhausen sein sollte, wohl auf der Insel, bei Manchester United landen.  Zlatan ein Mann dem es nicht an Selbstbewusstsein fehlt aber der auch immer schelmisch und humorvoll seine Aussagen tätigt. Denn er weicht ganz gewaltig von der Norm ab.

Der Fußballer von heute ist ein Medienprofi. Meistens rhetorisch gut geschult. Geübt im Umgang mit der Presse und der Öffentlichkeit. An seiner Seite hat er Berater die Fragen im Vorfeld abklären und Antworten vorbereiten. Selbst kritische Fragen werden routiniert mit austauschbaren Phrasen und Worthülsen beantwortet.

Die Interviews des 34-jährigen sind da erfrischend anders. Witzig, originell, oft proll und auch ironisch. Beispiel gefällig?

“Eines ist klar. Eine WM ohne Zlatan ist es nicht wert dass man sie anschaut!”

Niemand wird von König Zlatan verschont. Dies musste auch der Tulpengeneral Louis van Gaal, erfahren. Als dieser ihm taktische Anweisungen geben wollte entgegnete ihm der Schwede:

„Hör mal Meister, du hast mir gar nichts zu sagen. Geh in dein Büro und schreib Briefe.“

Doch in Pep Guardiola fand er einen besonderen Freund mit dem er ständig seine Schwierigkeiten hatte. Zu und über Guardiola sagte er zum Beispiel: „Diesen Philosophen brauchen wir hier nicht. Der Zwerg ( in dem Fall Lionel Messi) und ich reichen“ oder „Ich bin ein Ferrari und du fährst mich wie einen Fiat“ oder „Wenn ich einen Raum betrat, verließ Guardiola das Zimmer. Vielleicht hatte er Angst vor mir?“

Bescheidenheit ist nicht die Stärke des Schweden. Wer in 4 Ländern 13-mal Landesmeister geworden ist, geht mit breiter Brust durchs Leben. Übrigens, gemessen an der Anzahl der Landesmeistertitel hat “König Zlatan” einen mehr gewonnen wie Messi (8) und Ronaldo (4) zusammen. Seinen Abschied in Paris (4 mal Landesmeistertitel und 113 Tore) kommentierte er wie folgt:

“Ich kam als König und ging als Legende”

Aber er ließ sich vor seinem Abschied bei PSG noch ein kleines Hintertürchen offen für einen eventuellen Verbleib in Paris. „Ich verlasse PSG im Sommer. Es sei denn sie ersetzen den Eiffelturm durch eine Statue von mir.“

Auch beim Thema Frauen konnte er mitreden wie seine Antwort auf die Frage eines Reportes bezüglich eines Kratzers in seinem Gesicht zeigt:

“Fragen Sie doch mal Ihre Frau.”

Und auf die Frage einer Journalistin nach seiner sexuellen Orientierung schlug er ihr vor:

“Komm mit deiner Schwester in mein Haus, dann siehst du, ob ich schwul bin.”

Auch ist bekannt was er seiner Frau zum Geburtstag schenkt

„Nichts – denn sie hat ja schon Zlatan“

Unvergessen die Beschreibung seines Zweikampf gegen einen Liverpooler Verteidiger:

“Ich ging nach links, er ging mit. Ich ging nach rechts, er ging mit. Dann ging ich noch mal nach rechts, und er ging zum Würstchenstand.”

Zlatans Ehrgeiz zeigt aber auch warum er ein absoluter Superstar ist.  Bei der Preisverleihung zu Schwedens Jahrhundertsportler belegte er hinter Björn Borg Platz 2. Als ihm hierzu gratuliert wurde sagte er nur: Danke, aber Zweiter ist wie Letzter zu werden!“

Aber wer sagt Ibrahimovic kenne sich in Deutschland und dem dortigen Geschehen nicht aus den straft der Meister lügen. Zu Uli Hoeneß und seiner Steueraffäre sagte er nur kurz und knapp dass er ihn nicht als Steuerberater nehmen würde.

Aber und das macht ihn wieder trotz aller Egozentrik und Großmäuligkeit doch wieder sympathisch. Als ein schwedischen Team geistig Behinderter Fußballspieler sich für ein Turnier in Brasilien qualifiziert hatte, wollten sie von dem Superstar ein Trikot um es zu versteigern und mit dem Erlös die anstehende Reise zu finanzieren. Er finanzierte kurzerhand dem Team aus eigener Tasche die Reise.

 

Schauen wir mal wo es ihn hin verschlägt. Egal ob es England, Deutschland, China, USA oder Schweden ist. Zlatan hat überall Spaß und wir auch mit ihm (swbk).

Regeländerungen – Teils skurril – teils notwendig. Aber auf jeden Fall interessant.

Ein ganzer Sack neuer Regeln – insgesamt 95 Stück – gibt es seit dem 01.06. und werden schon bei der EM gültig sein.

Auf was muss sich der Fan einstellen. Wir klären mit den wichtigsten Änderungen auf.

 

Fangen wir beim Anstoß an: Dieser darf jetzt auch zur Seite oder nach hinten ausgeführt werden. Was aber eigentlich eh egal ist. Ich habe noch nie gesehen dass ein Anstoß wiederholt werden musste weil er vielleicht mal nicht nach vorne gespielt wurde. Diese Regel ist besonders wichtig für San Marino, Andorra, Tonga, die Mongolei und Brasilien.

Beim Einwurf müssen zukünftig beide Hände seitlich am Ball sein. Auch da haben die schlauen Profis doch immer mal wieder gerne eine Hand hinter den Ball gelegt und konnten somit den Ball viel weiter „schleudern“. @ Leon Andreasen – es geht um den Einwurf, da darf der Spieler den Ball in die Hand nehmen, nicht wie du gegen Köln im Fünfmeterraum. Das was du gemacht hast ist weiterhin verboten.!!

Eine neue Regel findet vor allem Beachtung bei unterklassigen Mannschaften. Falls ein Teamoffizieller ein Tor verhindert gibt es einen Strafstoß. Also wenn z.B. der Masseur während des Spiels auf den Platz rennt und gerade ein gegnerischer Spieler einen Volley-Vollspannschuss ansetzt und  ihm den Koffer auf der Fünfmeterlinie in 1000 Teile schießt, dann gibt es Elfmeter und der Masseur wird von den gegnerischen Anhängern geteert und gefedert. ( Was aber im Regelwerk nicht angegeben wurde)

Gerade unsere Freunde aus Südeuropa wurden ebenfalls mit einer Regeländerung bedacht.  Wenn es ein Foul gibt und euer Gegenspieler erhält die gelbe oder rote Karte, dann dürft ihr liegenbleiben und euch auf dem Platz rumwälzen und ein paar wertvolle Sekunden rausholen. Falls es keine Karte gibt, dann aber schnell aufstehen und weiterspielen oder ihr werdet runtergetragen.

Auch für alle Inder die gerne 1950 an der WM teilgenommen hätten und nicht durften, kommt eine Änderung – allerdings 66 Jahre zu spät –  Falls ein Spieler seinen Schuh verliert darf er ohne Schuh weiterspielen und auch ein Tor schießen wenn er will. Aber dann bitte nicht jammern wenn „aus Versehen“ ein Abwehrspieler auf den Spann steigt.

Bei einem direkten Freistoß darf die ausführende Mannschaft keine Mauer mehr aufbauen um eventuell dem Torwart die Sicht zu nehmen oder ihn zu irritieren. Man kam sich ja schon mit diesen vielen Mauern auf dem Spielfeld vor wie an manchen europäischen Grenzen.

Und nun für alle modisch orientierten Ballkünstler – Sichtbare Unterwäsche, also die gute langen Feinripp-Unterhosen mit seitlichem Eingriff , Tapeverbände oder Socken (??) müssen die gleiche Farbe wie die Hose oder die Stutzen haben, oder wie Lothar Matthäus schon sagte: “ Der Gürdell muss immer zu den Schuhen bassen“.

Beim Elfmeter gibt es auch Neuigkeiten: Beim Elfmeter darf der Ausführende zwar den Anlauf noch verzögern aber er darf nicht mehr komplett abstoppen. Falls doch gibt es gelb und indirekten Freistoß. Gut so – aber egal wie wir unsere Elfmeter gegen die Engländer schießen.

Aber nicht nur bei der Ausführung gibt es Änderungen auch bei einem eventuellen Elfmeterschießen hat sich was geändert. Speziell den Regelhüter der IFAB ( also England, Schottland, Nordirland und Wales) scheinen nach einer Möglichkeit gesucht haben um England auch mal einen Sieg bei einem shoot-out zu ermöglichen. Falls es während eines Elfmeterschießens zu einer roten Karte kommt, muss die Mannschaft die davon nicht betroffen ist ebenfalls einen Spieler streichen um so die Anzahl der potentiellen Schützen gleich zu halten.  Also England, einfach alle eure Spieler mit rot verwarnen lassen bis euer sicherster Schütze noch übrig bleibt und schon stehen die Chance nicht mehr so schlecht.

Vor Spielbeginn darf der Schiedsrichter auch mal ne rote Karte verteilen, dies war bisher erst während dem Spiel, in der Halbzeit oder danach möglich. Also wenn der Schiri einen Spiel nicht auf dem Feld sehen will kann er ihn gleich in die Verbannung schicken. Da hätte ich jede Menge Kandidaten.

Die ungeliebte „Dreifachbestrafung“ wurde etwas abgeändert. Weiterhin gibt es für den Schiri den Spieler bei einer Verhinderung einer klaren Torchance  wie Notbremse z.b. Möglichkeit ihn vom Platz zu stellen, einen Elfmeter zu geben usw. kennen wir ja alles. Aber falls der Angriff dem Ball galt kann der Schiri auch mal Gelb statt Rot zeigen.

Neu ist auch bzw. jetzt offiziell – die Eckfahnen dürfen mit dem Vereinslogo bedruckt sein. Werbung darf aber weiterhin nicht auf der Fahne sein. Wie macht ihr das RB Leipzig?

Dass die Regelhüter wirklich an alles gedacht haben zeigt die nächste Änderung: Falls mal ein Ball bei einem Eckball über das gesamte Spielfeld ins eigene Tor geschossen wird, dann gibt es kein Eigentor sondern Eckball für die gegnerische Mannschaft. War auch endlich mal an der Zeit dass dies geregelt wurde. Das war ja kein Zustand jedes Wochenende wurden zig Eckbälle ins eigene Tor geschossen.

Was noch nicht beschlossen ist, aber daran wird gerade gearbeitet, und es ist nur eine Frage der Zeit, ist das Handspiel auf der Torlinie. Hier scheint es eine Änderung in soweit zu geben dass es hier zukünftig keinen Elfmeter mehr gibt sondern sofort auf Tor entschieden wird. Für Ghana kam diese Regelung leider auch zu spät. In diesem speziellen Fall wie bei der WM 2010 , als Luis Suarez das klare Tor für Ghana verhinderte, in dem er den Ball mit der Hand abwehrte und Ghana den anschließenden Strafstoß verschoss und ausschied, hätte es auch erlaubt und regelkonform sein dürfen wenn man Suarez auf dem Platz ohne Narkose alle Vorderzähne zieht. Dies hätte ihm 4 Jahre später gegen Italien geholfen. Denn dann wäre es kein Biss gewesen sondern nur ein Kuss.

Weiterhin kann man Abseits immer noch nicht erklären, die Sepp-Herberger-Weisheit „Der Ball ist rund“ trifft auch noch zu und übertriebener und herabwürdigender Torjubel wird immer noch nicht richtig durch die Schiris und das Regelwerk bestraft. Trikotausziehen gibt weiterhin nur gelb, ebenso Jubelarien wie z.B. das 4:1 von Cristiano Ronaldo im Champions League Endspiel 2014, was eigentlich glatt Rot und mit einer fünfmonatigen Sperre hätte bestraft werden müssen. Aber manch einer bestraft sich selbst beim ekstatischen feiern seines eigenen Treffers.

Hier die Top 3 der Sportkameraden die dann doch etwas länger von ihrem Jubel hatten als es eigentlich geplant war.

Platz 3: Celestine Babayaro brach sich beim Torjubel mit anschließenden Salto das Bein, gleichauf mit unserem Miro Klose, der nach seinem Tor beim KSC mit den Bayern und den obligatorischen Klose – Salto sich einen so schweren Krampf einfing dass er ausgewechselt werden musste. Franz Beckenbauer auf die Aktion angesprochen meinte nur ganz cool dass bei den wenigen Salto-Gelegenheiten die Klose im Bayern Dress hatte, sowas dann dabei raus kommt.

Platz 2: Thierry Henry jubelte nach seinem Treffer für Arsenal mit der Eckfahne, doch diese wehrte sich und stach ihm ins Auge.

Platz 1: Paulo Diogo aus Genf sprang nach dem Treffer zum 4:1 auf den Absperrzaun zu seinen Fans und blieb mit dem Ehering hängen und verhakte sich im Fangzaun. Als er wieder runter sprang blieb sein Finger am Zaun. Annähen ging nicht mehr und gelb bekam er auch noch. Na das hat sich gelohnt.

Ein Jubel kann auch ganz anders ausgehen und sehr traurig enden. Was aber hier kein passender Rahmen ist.

Warten wir es ab was sich die Regelhüter in der Zukunft noch einfallen lassen. Mir gefällt die neue Eckballregel am besten. (taa)

Heute aus der Serie – Europa deine Außenseiter – Teil 6 UNGARN

„Bozsik immer wieder Bozsik …“ so dringt mir die Stimme von Herbert Zimmermann in meine Ohren, als  ich den Namen Ungarn auf der Teilnehmerliste der diesjährigen Endrunde lese.

Das mit knapp 10 Mio Einwohner von Landwirtschaft und Industrie geprägte Land, bringt man hauptsächlich mit Paprika und Gulasch, Balaton,  Sisi und der Donaumonarchie in Verbindung.

Ungarn eine Weltmacht im Fußball der Nachkriegsjahren. Die Magyaren waren in den 1950er Jahren  das,  was heute Deutschland, Brasilien oder Spanien ist. Favorit auf jeden erdenklichen Titel. In den Jahren von 1952 – 1956 beherrschte Ungarn den Weltfußball. Die ungarische Nationalmannschaft blieb 4 Jahre lang in Länderspielen ungeschlagen, erst die Niederlage in Bern unterbrach diese Serie. Im Jahre 1953 gelang es den Ungarn als erste „nicht-britische Mannschaft“ England auf der eigenen  Insel mit 6:3 zu schlagen um sie im Jahr darauf in Budapest mit einer 1:7 Niederlage wieder nach Hause zu schicken. Ungarn war somit die erste Mannschaft die den  Engländern zeigten, dass sie zwar das Spiel erfunden haben, aber es lange nicht so gut beherrschten wie die Ungarn. Der herausragende Spieler dieser Zeit und Kopf der ungarischen Nationalmannschaft war Ferencs Puskas. Seine 84 Toren in 85 Länderspielen sind noch heute europäischer Rekord. Trotz Gerd Müller, Cristiano Ronaldo, Marco van Basten oder Edi Glieder.

Der Niedergang der Fußballmacht Ungarn, fand im Jahre 1956 mit der Revolution ihren Anfang , die von den Sowjets blutig niedergeschlagen wurde. Viele Ungarn verließen daraufhin das Land und wanderten nach Übersee aus. Das Team um die Vizeweltmeister von 1954 zerbrach. 1958 emigrierte Puskas nach Spanien aus und trat dort in den Dienst von Real Madrid und spielte bei der WM 1962 in der spanischen Nationalmannschaft.  Mit ihm und dem Argentinier Alfredo di Stefano begann der Siegeszug der Madrilenen in Europa. Insgesamt konnte Real Madrid 5 mal hintereinander von 1956-60 den europäischen Landesmeisterpokal gewinnen , u.a. mit einem 7:3 Sieg gegen Eintracht Frankfurt , für viele Experten das beste Endspiel aller Zeiten (4 Tore Puskas, 3 Tore di Stefano)

Der Fußball in Ungarn verlor, ganz langsam aber sicher, seine Identifikationsfiguren und schaffte bei den Weltmeisterschaften 1962 und 1966 noch kleine Achtungserfolge. 1972 bei der EM konnte man noch einen 4. Platz erreichen. Letztmalig konnte sich Ungarn 1986 für ein Turnier qualifizieren. Einer der  letzten großen Spieler den Ungarn in den 80ern noch hervorbrachte war Lajos Detari der bei der Frankfurter Eintracht  die Zuschauer verzückte.

Auch die Verpflichtung  von Lothar Matthäus als Nationaltrainer von 2004 – 2005 konnte den Niedergang von Ungarn nicht aufhalten und zeigte damit auch etwas die Verzweiflung des ungarischen Verbands auf, die den Fußballer Matthäus mit dem Trainer Matthäus verwechselt haben müssen.

Eine langen Zeit der Findungsphase begann und nach einigen Trainerwechseln stand man vor der Aufgabe die Qualifikation zur EM 2016 zu bestreiten.

Nach einer Auftaktniederlage durfte Pal Dardai die Mannschaft übernehmen und konnte, bis zu seinem Abgang Mitte 2015, die Mannschaft in erfolgreiche Fahrwasser bringen. Dardai gab seinen Job als Nationaltrainer auf da er gleichzeitig auch Trainer bei Hertha BSC war. Sein Nachfolger Bernd Storck schaffte es dann, in den restlichen Spielen den 3. Tabellenplatz in der Gruppe mit Nordirland, Rumänien, Griechenland, Finnland und den Färöer zu belegen und gelangte so in die Play Off Spiele gegen Norwegen, welche beide gewonnen werden konnten.

Das Team um den deutschen Trainer Bernd Storck mit seinen beiden Co`s Andy Möller und Holger Gehrke belegt in der brandaktuellen FIFA Weltrangliste den 20 Platz.

Aus der Bundesliga kennen wir Spieler wie Adam Szalai, der gerade mit Hannover abgestiegen ist und seine besten Jahre in Mainz verbrachte, Laszlo Kleinheisler von Werder Bremen und Zoltan Stieber ( Leihe vom HSV an Nürnberg ) der von den HSV Fans zum Spieler der Saison beim Club  gewählt wurde. Und natürlich der „Methusalem“ bei dieser EM, mit 40 Jahren , Gabor Kiraly. Seine graue „Sofa-Jogginghose“ brachte ihm unter anderem bei der Hertha in Berlin und bei den Münchner Löwen Glück.

Die Bilanz gegen Deutschland ist ausgeglichen. In den bisher 33 Partien konnte Ungarn 11 gewinnen und 12 verlieren, 10 mal trennte man sich Unentschieden. Am Samstag stehen sich beide beim letzten Testspiel vor der EM in Gelsenkirchen gegenüber.

Noch lieber als gegen Deutschland spielen die Ungarn gegen ihr Nachbarland Österreich. Hier stand man sich sage und schreibe 136 mal in einem Länderspiel gegenüber.

Bei der EM in Gruppe F wird dieser Rekord um ein Spiel erweitert wenn die beiden aufeinander treffen.  Außerdem müssen sich die Ungarn hier noch mit Island und Portugal messen.

Nach 3 mal Gold bei Olympia, 2 Finalteilnahmen bei Weltmeisterschaften sowie einem Dritten und Vierten Platz bei Europameisterschaften, macht sich das Team der Magyaren auf um in Frankreich an alte Zeiten anzuknüpfen. Da wird man aber ganz schön zu tun haben,  denn für Ungarn, nach Albanien, der größte aller Außenseiter, sind die Erfolge aus der Vergangenheit nur ein Muster ohne Wert. (taa)

%d Bloggern gefällt das: