Was macht eigentlich Mario Balotelli ? Nicht viel – so wie es aussieht.

Diese Frage stellt man sich ja zwangsläufig wenn man die Italiener bei der EM sieht.

Mario Balotelli der uns bei der letzten Euro 2012 ziemlich weh getan hat und auf dem Höhepunkt seiner Karriere war, ist mittlerweile in die Namenlosigkeit abgetaucht.

Irgendwie ist Balotelli wie ein Gewinn beim Schrottwichteln  – man freut sich erstmal,  bis man feststellt was man bekommen hat und schließlich will man es nicht haben bzw. schnell wieder los werden

Der aktuelle Verlierer im „Wichteln“ um den Italiener  ist Jürgen Klopp`s FC Liverpool. Nach einer Leihe an den AC Mailand kommt Balotelli zurück an die Anfield Road, und keiner weiss was man mit ihm machen soll. Jürgen Klopp testet ihn erstmal ob er körperlich überhaupt in der Lage ist in der Premier League zu bestehen. Ein typischer Fall von schneller Aufstieg und ganz tiefem Fall.

Immer wieder fiel Balotelli in der Vergangenheit mit seinen Kommentaren im Social Media Bereich auf , soweit dass er vom englischen Verband schon eine Klage an den Hals bekam wegen rassistischen Äußerungen die er verbreitete, obwohl er doch selbst häufig Ziel rassistischer Sprüche ist. Vielleicht von ihm ungewollt oder sagen wir mal anders gemeint aber doch mit Tendenz zu starker Naivität.  Seine EX- Freundin hat er schon der kompletten Mannschaft von Real Madrid angeboten falls die doch noch den Einzug ins CL Finale gegen Dortmund schaffen sollten.  Madrid lies die Möglichkeit ungenutzt, warum wohl nur?. Seine Energie die er hier an den Tag legte hätten sich viele auf dem Platz gewünscht. Lächerliche 2 Tore stehen seit der Saison 2014 auf seinem Konto. Zuwenig für einen Top -Stürmer.

Jeder hat noch das Bild von Balotelli vor Augen als er bei der Euro Deutschland mit seinen beiden Toren im Halbfinale nach Hause schickte, und er Oberkörperfrei seine Muskeln spielen ließ.

Eigentlich ist er einer der Spieler die man respektiert, obwohl er Italiener ist, auf Grund der Qualität die er auf den Platz bringt. Schnell, Torgefährlich und er kann ein Spiel letztendlich alleine entscheiden. Aber das alles scheint bei ihm lange her zu sein und er ist nur noch „virtuell“ auffällig, was keiner braucht. Seine Konzentration gilt schon lange nicht mehr dem Fußball. Bei der Euro 2016 werden wir ihn nicht sehen – Verletzungspech hört man, Ladehemmung und ein Verhältnis zum Nationalcoach Antonio Conte, welches keines ist.

Die wenige geistige Kraft die er besitzt sollte er nutzen um über seinen Karriereverlauf nachzudenken. Er bekommt die Chance unter Jürgen Klopp und Giampiero Ventura, der die Nationalmannschaft nach der EM übernimmt,  einen Neuanfang zu starten. Ansonsten gibt es bei einem kleinen südhessischen Bundesligisten für nen guten Stürmer immer ein Plätzchen.(taa)

 

Der erste Vorrunden-Spieltag ist rum – Gab es ne Überraschung?

Es ist geschafft – der erste Vorrunden – Spieltag wurde am Montag abgeschlossen und brachte wenig an Überraschungen, wenn man ehrlich ist.

Alle 4 Topfavoriten mussten sich quälen,  oder  so wie im Falle von Belgien, wurden gequält. Frankreich und Spanien brauchten die vollen 90 Minuten und mehr, um den Sieg einzufahren und Deutschland hatte einiges in der Abwehr zu tun bis es letztendlich zum verdienten Sieg kam.

Was hat eigentlich der selbsternannte Titelfavorit Österreich gemacht.? Eine Ausgeburt an Traurigkeit. Da schafft es der Österreicher, sich sportlich endlich einmal für eine EM zu qualifizieren und mussten dann schon im ersten Spiel gegen Ungarn eine Niederlage einstecken. Kaiser Franz würde sagen – die haben gespielt als ob sie noch die Skistiefel angehabt hätten. Enttäuschend. Und sind wir mal ganz ehrlich – wie muss sich der Fußball entwickeln wenn Österreich Favorit ist? Der Titel für Österreich ist in etwa in so weiter Ferne wie wenn ein Deutscher den Abfahrtslauf-Weltcup gewinnt. ( Hoffentlich holen mich diese Worte nicht mal ein).

Dagegen hat uns Island eines der Highlights der bisherigen EM beschert. Das große Portugal verzweifelte letztendlich an seinen Ansprüchen und an den aufopferungsvollen Isländer. Und wie die Portugiesen mit diesem Unentschieden umgingen zeigte das Verhalten des Spielers mit der Nr. 7. Dank Hinweisen aus unserer treuen Leserschaft wird Herr Ronaldo einen eigenen Bericht bekommen, aber hierfür muss ich erst noch in einen Drogeriemarkt meines Vertrauens und mir 3 Tuben Haargel zu holen, um so richtig in Stimmung zu kommen. Un, dos, tres un pasito pa’lante, Maria – warum kommt mir jetzt nur dieses Lied in den Sinn?.

Italien, die Rentnergang, wird bei dieser EM auf jeden Fall um den Gruppensieg spielen und uns vielleicht im Viertelfinale gegenüberstehen. Oh Freude. Kroatien hat gezeigt dass sie kämpferisch und spielerisch weiter auf einem guten Wege sind und werden mit größter Wahrscheinlichkeit noch weiter für Furore sorgen. Von daher ist die EM vom Niveau her ok aber mehr auch nicht. Es gab keine wirklichen Überraschungen. Wir hoffen weiter auf ein spannendes Turnier mit hoher Qualität.

Aufreger neben dem Spiel hatten wir dann doch auch noch. Besonders das Thema Gewalt außerhalb des Stadions ist wie bei jedem Turnier in Europa wieder aufgekommen. Hooligans gibt es also noch – Stadionkontrollen anscheinend nicht, wenn man sieht wie sich vorher auf der Strasse geprügelt wird und die selben Personen dann auch im Stadion beim Spiel sind und dort weiter machen.(taa).

Jogi Löw geht bis an die Grenze und holt alles aus sich raus. Deutschland hat eine neues Maskottchen – Den Klabusterbär !

Uiihh was kursieren da für Filme über unseren Bundes-Jogi. Zuerst dachte ich da an Matze Knop aber es scheint sich im Nachhinein zu bestätigen. Jogi sucht in seiner Unterhose nach einem neuen Eau de Toilette.

Ein gefundenes Fressen für die Kameras und die Presse.

Aber sind wir mal ehrlich – also wir Männer – seit Al Bundy die Fernsehwelt revolutioniert hatte und eigentlich ständig die Hand in der Hose hatte, ist auch dies, na ja sagen wir mal, tragbar. Haben wir uns nicht selbst schon dabei erwischt wie wir „die Dinge richtig rücken“, falls mal was verrutscht ist?. Gut Jogi hat noch andere Dinge in seiner Hose gesucht, und das vor den Augen der Welt. Und dann an der „Klaue“ riechen, ist ja jetzt auch nicht unbedingt notwendig.  Aber generell schnuppert er gerne an sich rum, nachdem seine Hand die Stellen seines Körpers erkundet hat. Mal unter der Achsel oder in der Nase und jetzt auch in der Hose. Zu riechen gibt es immer was.

Das ist einfach psychologischer Natur. Man befindet sich in seinem gewohnten Umfeld, Auto, Couch oder Trainerbank, und vergisst alles um sich herum. So auch Jogi mit den „Suchaktionen“ am Sonntag gegen die Ukrainer. Gut, es sind vorwiegend Männer denen es so geht. Silvia Neid ist da bisher noch nicht auffällig gewesen. Und wenn es juckt muss man ja auch Ursachenforschung betreiben.

Schon in früheren Jahren wurde Jogi von den Kameras beobachtet,  wie er mit seinem Finger nach „Nasengold“ suchte –  und kaum war er fündig geworden, verspeiste er es. Dies hat aber einen anderen Hintergrund. In den Nasenhaaren sammelt sich Staub aus der jeweiligen Umgebung an. Wenn er jetzt z.B. in Brasilien ist,  geht es ihm nur darum, die Umweltauswirkungen von Brasilien mit denen in Deutschland besser vergleichen zu können, der kleine Gourmet.

Ansonsten empfiehlt der Fussballphilosoph.de Jogi Löw – einfach mal vorm Spiel schnell duschen und ne frische Buchse anziehen. Dann werden Rückstände oder wie wir sagen – Klabusterbä(ee)ren, entfernt und man ist untenrum wieder frisch, es juckt nicht, und man ist bereit für die Aufgaben gegen die Ukraine bzw. jetzt gegen die Polen. Für die Nase gibt es Nasenhaartrimmer welche das wallende Nasenhaar im Zaum halten.

Auch im Bauchnabel sammelt sich einiges an. Nur mal so als Hinweis.

Und falls die Engländer dass ganze mit unserem Trainer bis zum Exzess in ihrer Presse treiben sollten – auch bei euch muss ich mir Gedanken machen wenn ich bei sport1.de lesen muss, dass ein Fan von Nottingham Forrest 3 Jahre Stadionverbot und jeweils 150 Pfund Strafe zahlen muss, weil er bei Randale im Fanblock von zwei Ordner zu Boden gedrückt wurde und einem dabei in den Hoden gebissen hat. Gibt es bei denen keine Stadionwurst? Und wenn ich nicht dabei bin, liebe Holzschuhfreunde aus den Niederlanden, dann habe ich doch weiß Gott andere Probleme, oder? Also  haltet euch zurück.  (taa).

 

EM Auftakt Deutschland – Ukraine 2:0 – Noten sagen mehr als Worte

Was für ein Auftakt der deutschen Mannschaft gegen die Ukraine. Es war zwar nicht alles Gold ….. aber für die Endrunde ein gelungener Auftakt.

Unser Orakel hatten ja deutlich den Sieg gegen die Ukrainer vorausgesagt und kurzen Prozess mit der Fahne der Ukrainer gemacht. Dafür gab es für beide Protagonisten gemäß dem einprägsamen Auftritt unseres Ex-Bundestrainers Berti Vogts im Tatort „eine Möhre extra“.

Für das Spiel gegen Polen wird den beiden noch gut zugeredet um auch hier eine treffsichere Vorhersage zu bekommen.

Aber noch sind wir bei der Betrachtung der einzelnen deutschen Spieler aus der gestrigen Partie:

Manuel Neuer – Hatte seine Finger überall drin.  1+++++++++++

Benedikt Höwedes – äußert unauffällig  – kein Vergleich zur WM 2014. 1+

Jerome Boateng – ungekrönter König der Abwehrspieler. Heldenhaft und akrobatisch. 1+++++++

Shkodran Mustafi – Torschütze zum 1:0 – Premierentor in der Nationalelf – Sicherer Innenverteidiger. 1+++

Jonas Hector – nun denn – kann besser werden – 1++

Sami Khedira – Sehr stark nach vorne – gute Chancen – sehr auffällig – 1+++++++

Toni Kroos – Zuckerpässe egal ob ruhend oder aus dem Spiel – 1++++++++

Thomas Müller – Kämpferisch aber ohne Glück. 1+

Mesut Özil – 80 Minuten nicht da – aber dann Zuckerpass zum 2:0 . 1+

Julian Draxler – zu oft unauffälig – 1+

Mario Götze – immer unauffällig – hätte während des Spiels auf Toilette gehen können, wäre nicht aufgefallen – 2+

Andre Schürrle – 12 Minuten im Spiel alles richtig gemacht – 1+++

Bastian Schweinsteiger – 5 Minuten im Spiel – 30 Minuten im Beatmungszelt. Sensationeller Einstand. 1+++

Jogi Löw – fischte zu oft nach Dingen in seiner Hose. Mannschaft optimal auf Gegner eingestellt. Innenverteidigung mit Mustafi sehr gut ergänzt. Früherer Wechsel nicht von Nachteil. 1++++

Ersatzbank incl.  Ärzteam, Co-Trainerstab, Maskottchen, Busfahrer usw 1+++

Natürlich wie man unschwer erkennen kann,  fehlt es dem Verfasser an Objektivität. Was aber einen großen Geist nicht stört. (taa).

Gerd Gottlob , die Euro wird ne Qual – ARD überträgt emotionalstes Endspiel der Geschichte

Öffentlich – rechtliche Sendeanstalt geht massiv gegen „Schwarzseher“ vor.

Traurigkeit durchflutete mein Herz als ich aus der Presse entnehmen musste dass die ARD das Finale der Euro 2016 übertragen darf. Eigentlich ist dies keine Meldung wert, aber,  und das ist ja das Schlimme daran, beehrt mich da am heimischen TV-Gerät die neue Stimme der Nation. Der „Möchte-Gern-Enkel“ von Herbert Zimmermann. Der Emotionspanzer am Mikrofon – Gerd Gottlob. Meine Nerven liegen jetzt schon blank und dank der frühzeitigen Ankündigung der öffentlich rechtlichen Sendeanstalt habe ich Zeit nach Alternativen zu suchen. Ohne natürlich das Spiel zu verpassen.

Mir schwebte vor, und das habe ich schon beim Pokalendspiel ausprobieren können, einfach den Ton auszustellen und den Videotext anzumachen. Aber, falls das irgendjemand schon einmal gemacht hat, dies ist nur im Moment der allergrößten Not zu empfehlen.  Da kann es schnell mal zu Schreibfehlern beim Textverfasser kommen und der Ball wird dann nicht auf´s Tor geschossen, sondern eher durch eine rektale Aktion auf dieses befördert.

Eine andere Alternative, und diese  funktioniert schon Samstags sehr gut ( da aber ohne Bild), ist das gute alte Radio. Solange Sabine Töpperwien mit ihrer Stimme, eine Mischung aus Kastratenchor und Feuerwehrsirene, nicht berichtet , ist dies eine richtig gute  Möglichkeit.  Ich könnte ja das Endspiel ohne Ton schauen und dabei das Radio anmachen. HR-Info ist da ein Anbieter der meine erste Anlaufstelle wäre.

Oder, und das kommt auf den Verlauf des Turnieres an, lasse ich das Fernsehgerät komplett aus. Dies würde aber nur dann eintreten falls es wieder ein Endspiel wie z.B. Spanien gegen Italien geben würde. Oder Russland gegen Ukraine oder sonstwas uninteressantes.

Da ich realistischer Optimist bin wird Deutschland auf jeden Fall an diesem besagten Endspiel-Sonntag in Paris spielen und somit bin ich auf eine Lösungsfindung angewiesen. Aber wie es immer so ist,  wird dann doch wieder Gerd Gottlob aus meinem Fernseher dröhnen und mir gefühlte 150 mal mit seinem Geschrei, wie toll z.B. jetzt wieder dieser Querpass war, auf die Nerven gehen. Da er auch immer etwas parteiisch ist, und der Gegner dies, bei seinen oftmals haltlosen Kommentaren, spüren darf, könnte es dann schon wieder amüsant werden. Wenn es nicht so wichtig wäre.

Beim DFB Pokal Endspiel dieses Jahr und beim Eröffnungsspiel der Deutschen 2014 gegen Portugal hatte er uns schon an seinem Können teilhaben lassen. Und was war das für ein Gequatsche. Und gerade als man dachte jetzt ist es gut, schreit er ins Mikro. Zuerst dachte ich sämtliche Spielerfrauen rennen nackt übers Feld und ich richtete meinen Blick vom Tablet wieder auf das Geschehen, doch es gab nur einen Einwurf auf Höhe der Mittlellinie.

Ich bin der Überzeugung, dass er es geschafft hätte, den Nichtangriffspakt von Gijon zwischen Deutschland und Österreich 1982 zu einem der besten Spiele zu reden die es je in der Geschichte des runden Leders gegeben hat. Von soviel Emotionalität wird mir schwindelig.

Und wie ich aus dem Videotext entnehmen darf, habe ich schon heute Abend zum Auftakt der deutschen Elf gegen die Ukraine, das Vergnügen mich mit ihm näher beschäftigen zu dürfen.

Wieso ARD – Ihr habt doch noch andere, oder?

Nehmt doch mal den Mehmet, der ist doch eh da. Und solange der nur übers Spiel erzählen darf ist doch alles gut. Nur seine Meinung über die Spieler sollte er für sich behalten (taa).

 

Neues Fussball-Orakel – Krake Paul hat würdige Nachfolger – Deutschland-Ukraine

Es gibt ein neues Orakel. Nachdem Krake Paul uns noch bei der WM 2010 mit seinen Weissagungen in  Verzückung versetzt hatte,  gibt es nach seinem Ableben einen Nachfolger der für die EM 2016 treffsichere Vorhersagen machen soll. Es handelt sich um einen Pinguin der auf den Namen Flocke hört (oder auch nicht).  Dieser orakelt einen Auftaktsieg unseres Teams gegen die  Ukraine voraus. Aber auch wir von Fussballphilosoph.de haben nach langer Suche ein Orakel entdeckt dass eine Niederlage der Ukrainer vorhersagt. Schaut selbst. Ist eindeutig:

Malta, Lichtenstein, Andorra – wann sehen wir euch bei der Euro?

 

Die UEFA und ihre Endrunden-Reform ? Hoffentlich reichen die Länder in Europa aus !

Was waren dass doch für schöne Zeiten. 2 Gruppen a 4 Mannschaften – ab 1984 dann sogar mit Halbfinale. Und das mit den Top Nationalmannschaften des Kontinents. Entschieden über einen Qualifikationsmodus bei dem nur der Gruppenbeste weiterkam. Und heute? 24 Mannschaften aus den insgesamt 55 Landesverbände dürfen an dieser EM teilnehmen. Bei einer EM konnte man sich früher ca. 2-3 Wochen freuen. Heute darf man dies einen Monat lang tun. Viel zu lange meiner Meinung nach.

Sicherlich ist es notwendig das Kontingent zu erhöhen und mehr Länder bei einer Europameisterschaft zu haben, werden die einen sagen. Andere würden an dem bisherigen Modus der seit 1996 besteht,  festhalten mit max 4 Gruppen mit je 4 Mannschaften.

Man schaue sich einmal die europäische Teilnehmerzahl an einer Weltmeisterschaft an. Diese schwankte bei den letzten Weltmeisterschaften zwischen 13 und 14 Teilnehmern, je nach Austragungskontinent, d.h. was normal bei einer WM an Europäischen Mannschaften ist,  wird dort auf 8 Gruppen verteilt. Bei einer EM allerdings bisher auf 4 was die Leistungsdichte innerhalb der Gruppe erhöht.

Klar wird es weiterhin Top-Favoriten auf den Titel geben wie z.B. Spanien oder Deutschland.

Aber auch die Außenseiterdichte wird sich verschieben. Dies wird dann z.B. nicht mehr England, Schweden, Polen, Schweiz oder Rumänien sein, sondern Albanien, Wales oder Ungarn. Was zwangsläufig dazu führen wird dass die Partien nicht unbedingt das Interesse aller findet wenn z.B. Frankreich gegen Albanien spielt.

Mich erinnert dieses ganze „Aufblähen“ mittlerweile an die Champions League. Dessen Vorrunde und Gruppenphase mich regelmäßig mit Langweile straft und häufiger ohne mich stattfindet als mit mir. Auch in diesem Wettbewerb hat die UEFA gezeigt wie stark der finanzielle Aspekt im Vordergrund steht und wie weit das sportliche in den Hintergrund gerückt wird.

Für alle Beteiligten, UEFA und Mannschaften, ein sehr lukratives Geschäft. Für alle Unbeteiligten wie mich, unattraktiv, langweilig, Gebührenverschwendung. Die wahre („Ware“) Champions-League beginnt erst nach der Winterpause.

8 Mannschaften mehr in dem Turnier bedeutet dann auch wieder ein Achtelfinale und somit ein Spiel mehr. Was für die beteiligten Akteure mehr Energie, mehr Kraftaufwand und weniger Regeneration und Zeit bedeutet.

Durch die Erhöhte Anzahl der Teilnehmer kommt es nun auch wieder zu der sog. Gruppen-Dritten-Regelung. Die 4 besten Gruppendritten haben jetzt auch die Möglichkeit sich für die Runde der „BESTEN“ 16 zu qualifizieren.   Um dies feststellen hat mit höchster Wahrscheinlichkeit die UEFA einen Mathematiker engagieren müssen der für diese Lösung bestimmt einen einstelligen Millionenbetrag kassiert hat. Eventuell aus dem näheren Bekanntenkreis eines ehemaligen französischen Top-Fußballers aus den 80er Jahren, dessen Verwandtschaft ja schon wie wild komponiert hat für die Champions League Musik.

Diese Regelung des Gruppen-Dritten ist so ziemlich Blödsinnig wie Unsinnig. Schon in der Champions-League regt sich der kundige Beobachter über diese Regelung auf , dass die „loser“ der CL  in die Euro-League KO Runde einziehen darf und diese dann auch gewinnt. Irgendwann sollte man mal einfach mit dem Geld zählen aufhören und sich auf das wesentliche – nämlich das Spiel und den sportlichen Vergleich – konzentrieren. Und eine Mannschaft die so mies ist, dass es nur zum Platz 3 von 4 in der Gruppe reicht, hat ein Weiterkommen nicht verdient.

Für Überraschungen waren auch die Europameisterschaften in der Vergangenheit gut, wenn man die Erfolge von Dänemark und Griechenland verfolgt hat.

Vielleicht wird es irgendwann mal eine EM mit allen Verbänden aus Europa geben. Da ist bestimmt noch mehr an Kohle für die Verantwortlichen der UEFA drin. Aber wir dürfen uns auch bei der WM auf Änderungen einstellen. Hier werden bald 40 Mannschaften am Start sein.

Von daher – weniger ist oft mehr und ich werde die bevorstehende „Freizeit“ die mir die Vorrunde dieser EM  gibt sinnvoll nutzen.(taa)

Heute aus der Serie – Die Favoriten bitten zum Tanz – Teil 3 FRANKREICH

Frankreich der Top Favorit auf den diesjährigen Europameisterschaftstitel.?? Nur bedingt.

 

Die Franzosen bieten ein überaus kompaktes und spielstarkes Team, und sind im eigenen Land bei Turnieren anscheinend nicht zu schlagen, was die EM 1984 und WM 1998 uns gezeigt hat.

Eine Mannschaft die sehr stark ist ohne allerdings jetzt einen herausragenden Star zu haben. Den wird es erst geben falls die Franzosen diese Europameisterschaft gewinnen sollten.

1984 war dies Michel Platini, Vater des Komponisten der CL Musik und ehemaliger UEFA Präsident.

1998 war es Zinedine Zidane der die Equipe Tricolore zum WM Titel im eigenen Lande führte, und als Trainer mit Real Madrid gerade die Champions-League gewonnen.

Und die Stars im aktuellen Team von Frankreich? Um Paul Pogba, Antoine Griezmann, Oliver Giroud, Laurant Koscielny und Patrice Evra als Beispiel besitzen sie ein sehr gutes Team. Karim Benzema muss leider zu Hause bleiben und mit seinen Kumpels einen Videoabend machen.

Seine Nichtnominierung, auf Grund persönlicher und menschlicher Verfehlungen, nimmt er jetzt zum Anlass sich durchgehend in Interviews über Trainer Didier Deschamps zu beschweren und das ganze immer in die Öffentlichkeit zu tragen. Er mag ein sehr guter Fußballer sein, aber mit einem Sexviedeo seinen Mannschaftskollegen  zu einer Erpressungszahlung zu überreden ist wohl nicht die feine französische Art.

Ganz Frankreich erwartet von der „Equipe Trioclore“ den Titel und somit ist die Mannschaft einem sehr starken Druck in der Öffentlichkeit ausgesetzt. Das große Problem ist, und das wird jeder Spieler zwangsläufig mitverfolgen müssen, dass in Frankreich eine riesige politische Diskussion über das Team und ihre verschiedenen Herkunftsländern usw. geführt wird. Es geht in Frankreich nicht vorwiegend um sportliche Ziele. Aber uns wie auch die Franzosen sollte nur das sportliche interessieren.

Die Mannschaft ist relativ unerfahren und man muss abwarten wie sie mit der Situation umgeht. Im Schnitt haben die Spieler aus dem Kader selten mehr als 40 Länderspiele gemacht und zum anderen lastet ein enormer Druck auf ihnen. In der aktuellen Weltrangliste belegen die Franzosen nur Platz 17.

Nach 1938, 1984 und 1998 darf Frankreich zum vierten Mal ein Großereignis austragen und durch ihre Siege in  84 und 98 sind sie auch dieses Jahr automatisch Titelanwärter da es ja im eigenen Land besonders gut läuft.

Wie ist denn eigentlich die Bilanz von Frankreich gegen die Deutschen?

In den bisherigen 27 Partien konnte Frankreich 12 mal gewinnen und ging 9 mal als Verlierer vom Platz. Interessant ist die Tatsache dass Deutschland die bisher 4  WM-Begegnungen 3 mal für sich entscheiden konnte. Ausnahme nur das Spiel um den 3. Platz 1958. Im eigenen Land sind die Franzosen aber sehr schwer von uns zu bezwingen.

Frankreich hat eine Mannschaft die jeden Gegner bei dieser Euro schlagen kann. Wenn sie den mentalen Bereich verbessern, werden sie das zeigen können.

Lassen die Franzosen den Gockel aus dem Stall, oder gibt es frisches Brathähnchen? Die UEFA hat ihren Gockel ja schon los gelassen und so findet die EM jetzt erstmalig ohne Präsidenten statt. (taa).

Heute aus der Serie – Die Favoriten bitten zum Tanz – Teil 2 SPANIEN

Spanien – sportlich gesehen haben die Spanier mittlerweile alles gewonnen was man so gewinnen kann.  Es gab Jahre da habe ich, egal ob Formel 1, Handball, Basketball, Tennis, Tour de France und, und, und, immer wieder spanische Erfolge mit erleben müssen. Was ok ist, aber auch anstrengend ist.

Die spanische Nationalmannschaft galt immer bei den großen Turnieren als Geheimtipp, haben es aber doch immer frühzeitig geschafft zu scheitern.  Im Jahre 1964 konnten die Spanier ihren ersten Titel bei einer Europameisterschaft gewinnen, was auf lange Zeit auch der letzte blieb. Obwohl immer in den europäischen Landesmeister- und Pokalwettbewerben vorne dabei, konnte die „Furia Roja“ nie das zeigen was man von ihr erwartet und erhofft hatte. Erst 2008 hatte Spanien eine Mannschaft die Europa und den Weltfußball regelrecht beherrschte und den Fußball von der Art veränderte.

Ballbesitz und Tiki Taka Fußball,( was mich immer irgendwie an Pippi Langstrumpf erinnert), wurden zu Schlagwörtern mit denen jeder Fan etwas anfangen kann. In den Jahren zwischen 2008 und  2012 konnten die Spanier beide Europameisterschaften gewinnen und dazwischen mal kurz Weltmeister werden.

Doch die Souveränität schwindet langsam und Spanien kam in Brasilien 2014 nicht über die Vorrunde hinaus.

In der Qualifikation konnten sich die Iberer in einer vergleichbaren einfachen Gruppe mit 9 Siegen und einer Niederlage vor der Slowakei und der Ukraine für die Euro 2016 qualifizieren. Aber gerade die Spiele gegen die beiden Teams waren sehr knapp vom Ergebnis und in der Slowakei musste man sogar mit einer Niederlage wieder nach Hause fahren.

Es wird spannend ob Spanien wieder in die alten Zeiten verfällt und frühzeitig die Heimreise antreten muss. Die Mannschaft um Trainer Vincent del Bosque liegt zur Zeit auf dem 6 Rang der FIFA Weltrangliste. Der Trend der letzten Jahre geht langsam nach unten.

Mit „dem ewigen Iker“ Casillas,  Sergio Ramos, Cesq Fabregas, David Silva, Andres Iniesta hat Spanien noch 6 Spieler die schon beim Triumph 2008 mit an Bord waren und den Altersschnitt entsprechend nach oben drücken.

In der Gruppe D muss Spanien unbequeme Gegner schlagen um unter die letzten 16 zu kommen. Auftakt wird das Spiel gegen die Tschechische Republik sein, danach Türkei und Kroatien.

Kein leichtes Unterfangen. Nach dem kürzlichen 0:1 gegen Georgien  im letzten Vorbereitungsspiel wird sich zeigen müssen, ob die Spanier die gezeigte Verunsicherung ablegen können und zu alter Stärke zurückfinden. Die ermüdende Dominanz aus den Jahren zwischen 2008 bis 2012 ist jedoch verschwunden.

Schauen wir ob die „rote Bestie“ ihrem Namen wieder alle Ehre machen kann oder ob die Jäger die Flinte durchgeladen haben. Vielleicht heißt es ja früh – Adé – Olé (taa).

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