Heute aus der Serie – Die Favoriten bitten zum Tanz – Teil 1 BELGIEN

Das Königreich Belgien, ein Land dass für frittierte Kartoffelstücke und große Radfahrer  bekannt ist. Naja und mit Europa und der EU haben die auch ziemlich viel zu tun. Eigentlich schwer zu glauben welch feine Spieler Belgien auf Europas  Top-Clubs in den vergangenen Jahren verteilt hat.

In der aktuellen Weltrangliste belegt  Belgien Platz  2 hinter Argentinien.

Von Thibaut Courtois , Kevin de Bruyne, Eden Hazard, Marouane Fallaini, bis hin zu Jürgen Klopps Torgaranten  Divock Origi und Christian Benteke sowie Evertons Romelu Lukaku haben die Belgier eine Nationalmannschaft gespickt mit Stars. Die Durststrecke die der belgische Fußball zwischen den Jahren 2002 – 2014 durchgemacht hat ist vergessen und man hat die Zeit genutzt um eine neue und überaus talentierte Mannschaft um den Schalker UEFA Pokal Held Marc Wilmots und Paul van Himst zu formen und zu finden. Was bisher sehr gut funktioniert hat.

Belgien bei der WM 14 in Brasilien als Geheimfavorit gestartet, schafften es jedoch nicht den Mitfavorit Argentinien im Viertelfinale zu schlagen, und somit schieden die roten Teufel frühzeitig aus dem Turnier aus.  Vielleicht nicht schlecht und heilsam um selbst zu erkennen, dass es mehr braucht für einen Titel wie nur sehr gute Einzelspieler.

Die Offensive um Kevin de Bruyne  ist der Paradebereich der Belgier und wesentlich stärker als der Abwehrverbund . Gerade hier wird sich mit das Fehlen von Vincent Kompany bemerkbar machen. Zusätzlich ist Thomas Vermaelen angeschlagen und noch nicht 100% fit.

Aus der Qualifikation gingen die Belgier als Gruppensieger vor Wales hervor, mit insgesamt 7 Siegen, 2 Unentschieden und einer Niederlage.

In der Gruppe E müssen die Belgier schon zu Beginn hellwach sein. Mit Italien , Irland und Schweden haben die Belgier eine der schwersten Vorrundengruppen erwischt.  Alle diese Gegner könnten ein Stolperstein für Belgien werden.

Die Erfahrungen die das belgische Nationalteam bisher bei Europameisterschaften sammel durften waren im Vergleich zu den anderen Favoriten mäßig. 1972 im eigenen Land konnte man den dritten Platz belegen. 1980 gegen Deutschland in Italien wurde man im Finale von Horst Hrubesch und dem deutschen Team bezwungen. Ansonsten war bei den Endrunden 1984 in Frankreich und 2000 im  eigenen Land in der Vorrunde Schluss.

Und falls alles normal läuft könnte man im Viertelfinale auf Deutschland treffen. Die Bilanz für die Belgier ist  äußerst miserabel. Bei 25 Partien wurden 20 verloren, 1 Unentschieden und 4 Siege wobei der letzte Sieg der Belgier aus dem Jahre 1954 ist und bei den 3 anderen Siegen gab es bei uns noch einen Kaiser. Also ich meine einen richtigen – nicht den Franz.

Belgien ist kein Geheimfavorit mehr auf den Titel sondern kann mittlerweile berechtigte Ansprüche stellen. Aber ob das Team schon soweit ist um die etablierten Mannschaften zu besiegen wird die Endrunde zeigen. Belgien heiß wie Frittenfett oder nur ranzig? (taa)

Den Adler auf der Brust und die Hände fangen an zu zittern.

Ich sehe Typen in Deutschland-Trikots die regelmäßig am Ball vorbei greifen.

Tja da darf der Marc-Andre ter Stegen mal wieder in der Nationalmannschaft ran und schon wieder bekommen wir lustige Dinge zu sehen.  Ja, ja da war es ja nass und der Regen, und der Platz der war ja auch noch schlecht usw. Stimmt alles – aber der gute ter Stegen war mal wieder der Einzigste  an dem Tag den ich gesehen habe der das Ding durch die „Hosenträger“ ins Tor bekommen hat. Sein Gegenüber aus der Slowakei hatte das gleiche Spielfeld und die selben Witterungsbedingungen.

Na gut – sind wir mal ehrlich. Den Bundesadler auf seinem Leibchen zu tragen ist eh nicht so seins. Was unerklärlich ist, da er bei Barcelona in einem der größten und erfolgreichsten Clubs der Welt spielt und er ja nicht unbeteiligt ist wenn Barca das Triple holt. Da müsste man doch cooler sein.?

Nach dem Italienspiel hatte man ja echt die Hoffnung dass er die Kurve bekommen hat . Aber gegen die Slowakei war er wieder der „Alte“, so wie wir ihn schon zuvor in der Nationalelf sehen durften. Immer für ne Aktion gut, so wie in dem Spiel gegen die USA.  Es durfte geschmunzelt werden als er  beim Rückpass von Höwedes am Ball vorbei getreten und danach den Ball aus dem Netz geholt hat.  Oder sein allererster Einsatz gegen die Schweiz. 5 Gegentore – auf den Spuren von Heinrich Kwiatkowski, oder was?. Andere, sehr  gute  deutsche Torhüter, werden bei der EM zu Hause, z.B.  in Paris,  bleiben und zuschauen müssen. Ist schon etwas ungerecht oder?.

Sicherlich ist Marc-Andre ter Stegen ein sehr guter Torwart, aber in der Nationalmannschaft hat er dies noch nie gezeigt. Da wird der Dr. Hans-Dieter Hermann, seines Zeichens der Psychologe der DFB-Auswahl,  noch ganz viel Arbeit mit ihm haben. Und über die Einladung als Ersatzmann für Manuel Neuer zum Kader für die EM bin ich noch heute mehr verwundert wie über die Nicht-Nominierung von Karim Bellarabi.

Man hat ja als Fan schon einige äußerst merkwürdige Torhüter  und Aktionen in der Bundesliga erleben dürfen. Absolute Highlights waren Mladen Pralija vom HSV und die Cottbuser Kultfigur Tomislav Piplica ? Aber da stimmt halt irgendwie auch der Spruch dass Torhüter und Linksaußen irgendwie anders sind als andere.

Hoffen wir mal dass Manuel Neuer nichts passiert bei dem Turnier. Denn wenn doch, müsste man sich zum jetzigen Zeitpunkt berechtigte Sorgen haben.

Aber falls Deutschland den Pokal holen sollte, wäre es schön, wenn ter Stegen beim Interview seine Freude kundtut und er nicht wieder sagst dass ihm  dieser Moment (O-Ton) „Scheissegal“ ist, das durfte ich schon nach seinem Triple Gewinn bzw Champions-League – Endspielsieg von ihm hören und darauf habe ich keine Lust.(taa).

Du wurdest zlatanisiert – du Wicht! Ein Schwede geht auf Reisen

Zlatan Ibrahimovic einer der größten Fußballer und „Enfant terrible“ im Weltfußball wird morgen der Welt verkünden, so wie es sich gehört, welcher Club und welches Land die Ehre hat ihn für mindestens ein Jahr lang zu beheimaten.  Den Termin hat er frühzeitig angekündigt um auch hier die volle Aufmerksamkeit zu bekommen. Diese ist ihm aber sowieso sicher.

Nach seinen Stationen in Schweden, Holland, Italien Spanien und Frankreich wird er, wenn es nicht Rot-Weiß Oberhausen sein sollte, wohl auf der Insel, bei Manchester United landen.  Zlatan ein Mann dem es nicht an Selbstbewusstsein fehlt aber der auch immer schelmisch und humorvoll seine Aussagen tätigt. Denn er weicht ganz gewaltig von der Norm ab.

Der Fußballer von heute ist ein Medienprofi. Meistens rhetorisch gut geschult. Geübt im Umgang mit der Presse und der Öffentlichkeit. An seiner Seite hat er Berater die Fragen im Vorfeld abklären und Antworten vorbereiten. Selbst kritische Fragen werden routiniert mit austauschbaren Phrasen und Worthülsen beantwortet.

Die Interviews des 34-jährigen sind da erfrischend anders. Witzig, originell, oft proll und auch ironisch. Beispiel gefällig?

“Eines ist klar. Eine WM ohne Zlatan ist es nicht wert dass man sie anschaut!”

Niemand wird von König Zlatan verschont. Dies musste auch der Tulpengeneral Louis van Gaal, erfahren. Als dieser ihm taktische Anweisungen geben wollte entgegnete ihm der Schwede:

„Hör mal Meister, du hast mir gar nichts zu sagen. Geh in dein Büro und schreib Briefe.“

Doch in Pep Guardiola fand er einen besonderen Freund mit dem er ständig seine Schwierigkeiten hatte. Zu und über Guardiola sagte er zum Beispiel: „Diesen Philosophen brauchen wir hier nicht. Der Zwerg ( in dem Fall Lionel Messi) und ich reichen“ oder „Ich bin ein Ferrari und du fährst mich wie einen Fiat“ oder „Wenn ich einen Raum betrat, verließ Guardiola das Zimmer. Vielleicht hatte er Angst vor mir?“

Bescheidenheit ist nicht die Stärke des Schweden. Wer in 4 Ländern 13-mal Landesmeister geworden ist, geht mit breiter Brust durchs Leben. Übrigens, gemessen an der Anzahl der Landesmeistertitel hat “König Zlatan” einen mehr gewonnen wie Messi (8) und Ronaldo (4) zusammen. Seinen Abschied in Paris (4 mal Landesmeistertitel und 113 Tore) kommentierte er wie folgt:

“Ich kam als König und ging als Legende”

Aber er ließ sich vor seinem Abschied bei PSG noch ein kleines Hintertürchen offen für einen eventuellen Verbleib in Paris. „Ich verlasse PSG im Sommer. Es sei denn sie ersetzen den Eiffelturm durch eine Statue von mir.“

Auch beim Thema Frauen konnte er mitreden wie seine Antwort auf die Frage eines Reportes bezüglich eines Kratzers in seinem Gesicht zeigt:

“Fragen Sie doch mal Ihre Frau.”

Und auf die Frage einer Journalistin nach seiner sexuellen Orientierung schlug er ihr vor:

“Komm mit deiner Schwester in mein Haus, dann siehst du, ob ich schwul bin.”

Auch ist bekannt was er seiner Frau zum Geburtstag schenkt

„Nichts – denn sie hat ja schon Zlatan“

Unvergessen die Beschreibung seines Zweikampf gegen einen Liverpooler Verteidiger:

“Ich ging nach links, er ging mit. Ich ging nach rechts, er ging mit. Dann ging ich noch mal nach rechts, und er ging zum Würstchenstand.”

Zlatans Ehrgeiz zeigt aber auch warum er ein absoluter Superstar ist.  Bei der Preisverleihung zu Schwedens Jahrhundertsportler belegte er hinter Björn Borg Platz 2. Als ihm hierzu gratuliert wurde sagte er nur: Danke, aber Zweiter ist wie Letzter zu werden!“

Aber wer sagt Ibrahimovic kenne sich in Deutschland und dem dortigen Geschehen nicht aus den straft der Meister lügen. Zu Uli Hoeneß und seiner Steueraffäre sagte er nur kurz und knapp dass er ihn nicht als Steuerberater nehmen würde.

Aber und das macht ihn wieder trotz aller Egozentrik und Großmäuligkeit doch wieder sympathisch. Als ein schwedischen Team geistig Behinderter Fußballspieler sich für ein Turnier in Brasilien qualifiziert hatte, wollten sie von dem Superstar ein Trikot um es zu versteigern und mit dem Erlös die anstehende Reise zu finanzieren. Er finanzierte kurzerhand dem Team aus eigener Tasche die Reise.

 

Schauen wir mal wo es ihn hin verschlägt. Egal ob es England, Deutschland, China, USA oder Schweden ist. Zlatan hat überall Spaß und wir auch mit ihm (swbk).

Regeländerungen – Teils skurril – teils notwendig. Aber auf jeden Fall interessant.

Ein ganzer Sack neuer Regeln – insgesamt 95 Stück – gibt es seit dem 01.06. und werden schon bei der EM gültig sein.

Auf was muss sich der Fan einstellen. Wir klären mit den wichtigsten Änderungen auf.

 

Fangen wir beim Anstoß an: Dieser darf jetzt auch zur Seite oder nach hinten ausgeführt werden. Was aber eigentlich eh egal ist. Ich habe noch nie gesehen dass ein Anstoß wiederholt werden musste weil er vielleicht mal nicht nach vorne gespielt wurde. Diese Regel ist besonders wichtig für San Marino, Andorra, Tonga, die Mongolei und Brasilien.

Beim Einwurf müssen zukünftig beide Hände seitlich am Ball sein. Auch da haben die schlauen Profis doch immer mal wieder gerne eine Hand hinter den Ball gelegt und konnten somit den Ball viel weiter „schleudern“. @ Leon Andreasen – es geht um den Einwurf, da darf der Spieler den Ball in die Hand nehmen, nicht wie du gegen Köln im Fünfmeterraum. Das was du gemacht hast ist weiterhin verboten.!!

Eine neue Regel findet vor allem Beachtung bei unterklassigen Mannschaften. Falls ein Teamoffizieller ein Tor verhindert gibt es einen Strafstoß. Also wenn z.B. der Masseur während des Spiels auf den Platz rennt und gerade ein gegnerischer Spieler einen Volley-Vollspannschuss ansetzt und  ihm den Koffer auf der Fünfmeterlinie in 1000 Teile schießt, dann gibt es Elfmeter und der Masseur wird von den gegnerischen Anhängern geteert und gefedert. ( Was aber im Regelwerk nicht angegeben wurde)

Gerade unsere Freunde aus Südeuropa wurden ebenfalls mit einer Regeländerung bedacht.  Wenn es ein Foul gibt und euer Gegenspieler erhält die gelbe oder rote Karte, dann dürft ihr liegenbleiben und euch auf dem Platz rumwälzen und ein paar wertvolle Sekunden rausholen. Falls es keine Karte gibt, dann aber schnell aufstehen und weiterspielen oder ihr werdet runtergetragen.

Auch für alle Inder die gerne 1950 an der WM teilgenommen hätten und nicht durften, kommt eine Änderung – allerdings 66 Jahre zu spät –  Falls ein Spieler seinen Schuh verliert darf er ohne Schuh weiterspielen und auch ein Tor schießen wenn er will. Aber dann bitte nicht jammern wenn „aus Versehen“ ein Abwehrspieler auf den Spann steigt.

Bei einem direkten Freistoß darf die ausführende Mannschaft keine Mauer mehr aufbauen um eventuell dem Torwart die Sicht zu nehmen oder ihn zu irritieren. Man kam sich ja schon mit diesen vielen Mauern auf dem Spielfeld vor wie an manchen europäischen Grenzen.

Und nun für alle modisch orientierten Ballkünstler – Sichtbare Unterwäsche, also die gute langen Feinripp-Unterhosen mit seitlichem Eingriff , Tapeverbände oder Socken (??) müssen die gleiche Farbe wie die Hose oder die Stutzen haben, oder wie Lothar Matthäus schon sagte: “ Der Gürdell muss immer zu den Schuhen bassen“.

Beim Elfmeter gibt es auch Neuigkeiten: Beim Elfmeter darf der Ausführende zwar den Anlauf noch verzögern aber er darf nicht mehr komplett abstoppen. Falls doch gibt es gelb und indirekten Freistoß. Gut so – aber egal wie wir unsere Elfmeter gegen die Engländer schießen.

Aber nicht nur bei der Ausführung gibt es Änderungen auch bei einem eventuellen Elfmeterschießen hat sich was geändert. Speziell den Regelhüter der IFAB ( also England, Schottland, Nordirland und Wales) scheinen nach einer Möglichkeit gesucht haben um England auch mal einen Sieg bei einem shoot-out zu ermöglichen. Falls es während eines Elfmeterschießens zu einer roten Karte kommt, muss die Mannschaft die davon nicht betroffen ist ebenfalls einen Spieler streichen um so die Anzahl der potentiellen Schützen gleich zu halten.  Also England, einfach alle eure Spieler mit rot verwarnen lassen bis euer sicherster Schütze noch übrig bleibt und schon stehen die Chance nicht mehr so schlecht.

Vor Spielbeginn darf der Schiedsrichter auch mal ne rote Karte verteilen, dies war bisher erst während dem Spiel, in der Halbzeit oder danach möglich. Also wenn der Schiri einen Spiel nicht auf dem Feld sehen will kann er ihn gleich in die Verbannung schicken. Da hätte ich jede Menge Kandidaten.

Die ungeliebte „Dreifachbestrafung“ wurde etwas abgeändert. Weiterhin gibt es für den Schiri den Spieler bei einer Verhinderung einer klaren Torchance  wie Notbremse z.b. Möglichkeit ihn vom Platz zu stellen, einen Elfmeter zu geben usw. kennen wir ja alles. Aber falls der Angriff dem Ball galt kann der Schiri auch mal Gelb statt Rot zeigen.

Neu ist auch bzw. jetzt offiziell – die Eckfahnen dürfen mit dem Vereinslogo bedruckt sein. Werbung darf aber weiterhin nicht auf der Fahne sein. Wie macht ihr das RB Leipzig?

Dass die Regelhüter wirklich an alles gedacht haben zeigt die nächste Änderung: Falls mal ein Ball bei einem Eckball über das gesamte Spielfeld ins eigene Tor geschossen wird, dann gibt es kein Eigentor sondern Eckball für die gegnerische Mannschaft. War auch endlich mal an der Zeit dass dies geregelt wurde. Das war ja kein Zustand jedes Wochenende wurden zig Eckbälle ins eigene Tor geschossen.

Was noch nicht beschlossen ist, aber daran wird gerade gearbeitet, und es ist nur eine Frage der Zeit, ist das Handspiel auf der Torlinie. Hier scheint es eine Änderung in soweit zu geben dass es hier zukünftig keinen Elfmeter mehr gibt sondern sofort auf Tor entschieden wird. Für Ghana kam diese Regelung leider auch zu spät. In diesem speziellen Fall wie bei der WM 2010 , als Luis Suarez das klare Tor für Ghana verhinderte, in dem er den Ball mit der Hand abwehrte und Ghana den anschließenden Strafstoß verschoss und ausschied, hätte es auch erlaubt und regelkonform sein dürfen wenn man Suarez auf dem Platz ohne Narkose alle Vorderzähne zieht. Dies hätte ihm 4 Jahre später gegen Italien geholfen. Denn dann wäre es kein Biss gewesen sondern nur ein Kuss.

Weiterhin kann man Abseits immer noch nicht erklären, die Sepp-Herberger-Weisheit „Der Ball ist rund“ trifft auch noch zu und übertriebener und herabwürdigender Torjubel wird immer noch nicht richtig durch die Schiris und das Regelwerk bestraft. Trikotausziehen gibt weiterhin nur gelb, ebenso Jubelarien wie z.B. das 4:1 von Cristiano Ronaldo im Champions League Endspiel 2014, was eigentlich glatt Rot und mit einer fünfmonatigen Sperre hätte bestraft werden müssen. Aber manch einer bestraft sich selbst beim ekstatischen feiern seines eigenen Treffers.

Hier die Top 3 der Sportkameraden die dann doch etwas länger von ihrem Jubel hatten als es eigentlich geplant war.

Platz 3: Celestine Babayaro brach sich beim Torjubel mit anschließenden Salto das Bein, gleichauf mit unserem Miro Klose, der nach seinem Tor beim KSC mit den Bayern und den obligatorischen Klose – Salto sich einen so schweren Krampf einfing dass er ausgewechselt werden musste. Franz Beckenbauer auf die Aktion angesprochen meinte nur ganz cool dass bei den wenigen Salto-Gelegenheiten die Klose im Bayern Dress hatte, sowas dann dabei raus kommt.

Platz 2: Thierry Henry jubelte nach seinem Treffer für Arsenal mit der Eckfahne, doch diese wehrte sich und stach ihm ins Auge.

Platz 1: Paulo Diogo aus Genf sprang nach dem Treffer zum 4:1 auf den Absperrzaun zu seinen Fans und blieb mit dem Ehering hängen und verhakte sich im Fangzaun. Als er wieder runter sprang blieb sein Finger am Zaun. Annähen ging nicht mehr und gelb bekam er auch noch. Na das hat sich gelohnt.

Ein Jubel kann auch ganz anders ausgehen und sehr traurig enden. Was aber hier kein passender Rahmen ist.

Warten wir es ab was sich die Regelhüter in der Zukunft noch einfallen lassen. Mir gefällt die neue Eckballregel am besten. (taa)

Heute aus der Serie – Europa deine Außenseiter – Teil 6 UNGARN

„Bozsik immer wieder Bozsik …“ so dringt mir die Stimme von Herbert Zimmermann in meine Ohren, als  ich den Namen Ungarn auf der Teilnehmerliste der diesjährigen Endrunde lese.

Das mit knapp 10 Mio Einwohner von Landwirtschaft und Industrie geprägte Land, bringt man hauptsächlich mit Paprika und Gulasch, Balaton,  Sisi und der Donaumonarchie in Verbindung.

Ungarn eine Weltmacht im Fußball der Nachkriegsjahren. Die Magyaren waren in den 1950er Jahren  das,  was heute Deutschland, Brasilien oder Spanien ist. Favorit auf jeden erdenklichen Titel. In den Jahren von 1952 – 1956 beherrschte Ungarn den Weltfußball. Die ungarische Nationalmannschaft blieb 4 Jahre lang in Länderspielen ungeschlagen, erst die Niederlage in Bern unterbrach diese Serie. Im Jahre 1953 gelang es den Ungarn als erste „nicht-britische Mannschaft“ England auf der eigenen  Insel mit 6:3 zu schlagen um sie im Jahr darauf in Budapest mit einer 1:7 Niederlage wieder nach Hause zu schicken. Ungarn war somit die erste Mannschaft die den  Engländern zeigten, dass sie zwar das Spiel erfunden haben, aber es lange nicht so gut beherrschten wie die Ungarn. Der herausragende Spieler dieser Zeit und Kopf der ungarischen Nationalmannschaft war Ferencs Puskas. Seine 84 Toren in 85 Länderspielen sind noch heute europäischer Rekord. Trotz Gerd Müller, Cristiano Ronaldo, Marco van Basten oder Edi Glieder.

Der Niedergang der Fußballmacht Ungarn, fand im Jahre 1956 mit der Revolution ihren Anfang , die von den Sowjets blutig niedergeschlagen wurde. Viele Ungarn verließen daraufhin das Land und wanderten nach Übersee aus. Das Team um die Vizeweltmeister von 1954 zerbrach. 1958 emigrierte Puskas nach Spanien aus und trat dort in den Dienst von Real Madrid und spielte bei der WM 1962 in der spanischen Nationalmannschaft.  Mit ihm und dem Argentinier Alfredo di Stefano begann der Siegeszug der Madrilenen in Europa. Insgesamt konnte Real Madrid 5 mal hintereinander von 1956-60 den europäischen Landesmeisterpokal gewinnen , u.a. mit einem 7:3 Sieg gegen Eintracht Frankfurt , für viele Experten das beste Endspiel aller Zeiten (4 Tore Puskas, 3 Tore di Stefano)

Der Fußball in Ungarn verlor, ganz langsam aber sicher, seine Identifikationsfiguren und schaffte bei den Weltmeisterschaften 1962 und 1966 noch kleine Achtungserfolge. 1972 bei der EM konnte man noch einen 4. Platz erreichen. Letztmalig konnte sich Ungarn 1986 für ein Turnier qualifizieren. Einer der  letzten großen Spieler den Ungarn in den 80ern noch hervorbrachte war Lajos Detari der bei der Frankfurter Eintracht  die Zuschauer verzückte.

Auch die Verpflichtung  von Lothar Matthäus als Nationaltrainer von 2004 – 2005 konnte den Niedergang von Ungarn nicht aufhalten und zeigte damit auch etwas die Verzweiflung des ungarischen Verbands auf, die den Fußballer Matthäus mit dem Trainer Matthäus verwechselt haben müssen.

Eine langen Zeit der Findungsphase begann und nach einigen Trainerwechseln stand man vor der Aufgabe die Qualifikation zur EM 2016 zu bestreiten.

Nach einer Auftaktniederlage durfte Pal Dardai die Mannschaft übernehmen und konnte, bis zu seinem Abgang Mitte 2015, die Mannschaft in erfolgreiche Fahrwasser bringen. Dardai gab seinen Job als Nationaltrainer auf da er gleichzeitig auch Trainer bei Hertha BSC war. Sein Nachfolger Bernd Storck schaffte es dann, in den restlichen Spielen den 3. Tabellenplatz in der Gruppe mit Nordirland, Rumänien, Griechenland, Finnland und den Färöer zu belegen und gelangte so in die Play Off Spiele gegen Norwegen, welche beide gewonnen werden konnten.

Das Team um den deutschen Trainer Bernd Storck mit seinen beiden Co`s Andy Möller und Holger Gehrke belegt in der brandaktuellen FIFA Weltrangliste den 20 Platz.

Aus der Bundesliga kennen wir Spieler wie Adam Szalai, der gerade mit Hannover abgestiegen ist und seine besten Jahre in Mainz verbrachte, Laszlo Kleinheisler von Werder Bremen und Zoltan Stieber ( Leihe vom HSV an Nürnberg ) der von den HSV Fans zum Spieler der Saison beim Club  gewählt wurde. Und natürlich der „Methusalem“ bei dieser EM, mit 40 Jahren , Gabor Kiraly. Seine graue „Sofa-Jogginghose“ brachte ihm unter anderem bei der Hertha in Berlin und bei den Münchner Löwen Glück.

Die Bilanz gegen Deutschland ist ausgeglichen. In den bisher 33 Partien konnte Ungarn 11 gewinnen und 12 verlieren, 10 mal trennte man sich Unentschieden. Am Samstag stehen sich beide beim letzten Testspiel vor der EM in Gelsenkirchen gegenüber.

Noch lieber als gegen Deutschland spielen die Ungarn gegen ihr Nachbarland Österreich. Hier stand man sich sage und schreibe 136 mal in einem Länderspiel gegenüber.

Bei der EM in Gruppe F wird dieser Rekord um ein Spiel erweitert wenn die beiden aufeinander treffen.  Außerdem müssen sich die Ungarn hier noch mit Island und Portugal messen.

Nach 3 mal Gold bei Olympia, 2 Finalteilnahmen bei Weltmeisterschaften sowie einem Dritten und Vierten Platz bei Europameisterschaften, macht sich das Team der Magyaren auf um in Frankreich an alte Zeiten anzuknüpfen. Da wird man aber ganz schön zu tun haben,  denn für Ungarn, nach Albanien, der größte aller Außenseiter, sind die Erfolge aus der Vergangenheit nur ein Muster ohne Wert. (taa)

Sommerschlußverkauf in Darmstadt – Leistungsträger vor dem Absprung oder schon weg – Schuster bleibt nicht bei seinen Leisten

Da lese ich doch auf der Homepage der Darmstädter das Motto zum Klassenverbleib  #wirbleibenDA und muss mich spontan übergeben.

Fakt ist:  Trainer Dirk Schuster verläßt mit seinem Trainerteam, löbliche Ausnahme ist Dimo Wache, die Lilien und heuert beim FC Augsburg an . Torwart Mathenia verläßt die Lilien Richtung HSV , Marco „Toni“Sailer muss den Verein verlassen, da der Vertrag der Kultfigur in Darmstadt nicht verlängert wird (warum nur?), Konstantin Rausch geht nach nur einem Jahr ablösefrei zum 1. FC Köln.  Luca Calderola, auf Leihbasis von Werder Bremen in Darmstadt, wird nach der abgelieferten Saison wieder zurück an die Weser müssen. Jerome Gondorf wird mit dem HSV in Verbindung gebracht. Marcel Heller äußerst sich zur kommenden Saison gar nicht und verweist in Gesprächen auf seinen Berater. Torjäger Sandro Wagner will ja sowieso weg, trotz Vertrag, um irgendwo anders mehr Geld zu verdienen. Wahrscheinlich nach England oder Bayern – da wo es halt richtig viel Schotter gibt.

Für einen Fußballbegeisterten sind diese ganzen Meldungen und die Situation in der sich der Verein befindet schlichtweg unverständlich und nicht nachvollziehbar. Sicherlich wäre die Situation bei einem Abstieg aus dem Oberhaus einfacher zu verstehen, aber immerhin konnte die Klasse gehalten werden und das „Märchen“ Darmstadt kann weitergeschrieben werden.  Doch das Geißlein Darmstadt 98 wird nicht nur von einem Wolf gefressen sondern von einem ganzen Rudel.

Schauen wir uns an was in der Vergangenheit an Transfers beim SV Darmstadt war.?

Für die Lilien ist es Alltagsgeschäft Spieler nach einer Saison abzugeben. In den Aufstiegsjahren musste der SV Darmstadt 98 immer wieder Abgänge von Führungsspielern hinnehmen und konnte sich aber immer qualitativ verbessern.

Im Aufstiegsjahr zur 2. Bundesliga verpflichteten die Lilien Romain Bregerie, Leon Balogun , Fabian Holland, Christian Mathenia und in der Winterpause Jan Rosenthal und verloren Elton da Costa, Benjamin Maas und Torhüter Jan Zimmermann, der in Heidenheim seine neue Bestimmung gefunden hat.

Doch nach dem Motto „Kurz da – gleich wieder weg“ gingen zum Start in die Bundesligasaison die Spieler Leon Balogun und Romain Bregerie zu direkten Ligakonkurrenten und Hanno Behrens, hatte einen etwas schlechteren Berater, ging zum Club nach Nürnberg. Seine ehemaligen Kollegen durften Erstliga-Luft schnuppern, während er wieder ein weiteres Jahr in der  2. Liga dranhängt. Doch auch hier wurde wieder guter Ersatz geholt: Mit Luca Caldirola von Werder Bremen, Peter Niemeyer und Sandro Wagner von Hertha BSC , mit Slobadan Rajkovic und Konstantin Rausch vom VfB Stuttgart und mit Mario Vrancic von Paderborn wurde der Kader für das Oberhaus verstärkt.

Die Lilien-Führung unter Präsident Fritsch und Trainer Schuster hat bisher mit dieser Einkaufspolitik Fingerspitzengefühl gezeigt und die Mannschaft im Rahmen der Möglichkeiten soweit ergänzt um den Klassenverbleib zu sichern und den finanziellen Rahmen nicht zu sprengen.

Trainer Dirk Schuster hat bewiesen dass er „schwierige“ Spieler, die in anderen Vereinen gescheitert sind, zu einer Einheit formen kann und von dem „Projekt“ Darmstadt 98 zu überzeugen. Doch was sich auf der einen Seite als Segen erwiesen hat, ist für die Zukunftsperspektive des Vereins ein Fluch.

Sicherlich war die Station Darmstadt  für einige die letzte Chance, ihre Profi-Fußball-Karriere am Leben zu erhalten. Dass die Uhren im Darmstädter Profifußball anders ticken als im Rest der Republik war allen Beteiligten klar. Kleines Budget, veraltetes Stadion, schlechtes Trainingsgelände. Aber dies macht doch Darmstadt aus, anders zu sein wie der Rest der Liga. War es nicht schön mit anzusehen wie der der FC Bayern aus seiner Komfortzone musste um in Darmstadt einen Sieg einzufahren.?

Der Verein wird vor der kommenden Saison ein, gezwungenermaßen, komplett neues Gesicht bekommen. Schlussendlich zeigt dies wie hart der Profifußball mittlerweile ist und wie wenig eine Verbundenheit und Dankbarkeit der Spieler gegenüber dem Verein und den Fans gezeigt wird. Fans die in der 4. Liga dem Verein die Treue gehalten haben, die traurig waren und geweint haben als der Verein sportlich aus der 3. Liga absteigen musste. Fans die gejubelt haben als man trotzdem in der Liga bleiben durfte und dann diesen rasanten Aufstieg bis ins Oberhaus hinlegte. Dem Verein, der ein Risiko einging bei der Verpflichtung, der es ermöglichte diese Spieler wieder aus der Vergessenheit zu holen.

Spielern wie Christian Mathenia, Konstantin Rausch und auch Sandro Wagner kann man letztendlich nur Danke sagen für die geleisteten Dienste. Aber Glückwünsche für Ihre Zukunft können sie nicht erwarten. Und wenn sie zum Kalle del Haye der Neuzeit werden sollten,  kann ich nicht traurig sein. Wäre auch an der Zeit dass es hier einen neuen Begriff gibt.

Spieler in einem überschaubaren Rahmen zu ersetzen scheint zu funktionieren, das haben die Lilien in den vergangenen Jahren bewiesen, ob es ohne den Trainerstab um Dirk Schuster möglich ist, muss abgewartet werden. Jeder Trainer verfolgt eine bzw sollte er eine Philosophie verfolgen und Schuster und Darmstadt das passte zusammen. So wie damals Waldhof Mannhein und Klaus Schlappner. Auch er haute nicht nach der ersten Saison ab, obwohl er mit Sicherheit auch die Möglichkeit gehabt hätte. Aber er wußte was er am Waldhof hatte und umgekehrt genauso.

Man kann für vieles Verständnis mitbringen aber eigentlich reicht es mir. Ich mag Darmstadt und viele Vereine denen es ähnlich geht, aber ich mag nicht diese Söldner-Mentalität, ich mag Uwe Seeler der nie vergessen hat was er an dem Verein und seinem Umfeld hatte bei dem er zum Weltstar wurde.

Ja, lieber Profifußballer, jetzt kannst du sagen – „ach ich habe doch nur ein paar gute Jahre als Fußballer in denen ich Geld verdienen muss“ – Ich lach mich kaputt – du Profifußballer verdienst in einem Jahr in Darmstadt wahrscheinlich 20 mal soviel wie der Durchschnittliche Fan der ins Stadion geht um dich zu sehen . Da kann man auch mal dort bleiben, oder. Oder liegt es an den Perspektiven ? Welche Perspektive habe ich wenn ich als Torwart nach Hamburg gehe und mich hinter Rene Adler anstellen muss? Wollt ihr Nationalspieler werden und den Planet mit eurem Können begeistern ? Da seid ihr zu spät dran. Da hättet ihr nicht den Weg über Darmstadt gehen sollen. Ihr begeistert die Menge der Fans und Anhänger in Darmstadt, der Rest der Fußballrepublik hat sich vorher nicht für euch interessiert und wird es auch später nicht tun. In 20 Jahren kannst du einen Lilien Fan fragen wer Konstantin Rausch ist und er wird es dir nicht beantworten können, aber auf Dieter Rudolf, Peter Cestonaro oder Willi Wagner wirst du eine Antwort bekommen.

Ich hätte mir gewünscht dass Dirk Schuster das verkörpert was einst Otto Rehagel oder Thomas Schaaf für Werder Bremen war. Eine Leitfigur die mit dem Verein über eine sehr lange Zeit eine Vision lebt. Aber „Wünsch-Dir-Was“ gibt es bei Bundesliga Profis nicht. Der Verlust von Trainer und Spielern, und die Situation auf die der Verein jetzt zusteuert ist bedrohlich, und wenn ich ehrlich bin werden die Lilien erster Anwärter auf den Abstieg sein und ich wäre glücklich wenn es anders wird.

Nur ein konstanter Verbleib in der Bundesliga würde den 98ern eine finanzielle Situation für eine langfristige Planung ermöglichen in der für „Gescheiterten & Söldnern“ kein Platz mehr ist.

Doch vielleicht wird ja mit einem neuen Trainer und neuen Spielern alles viel besser. Hätte ich ne Glaskugel, ich würde reinschauen, doch die würde mir wahrscheinlich nur einen kleinen Verein aus dem Breisgau zeigen.

(taa)

Heute aus der Serie – Europa deine Außenseiter – Teil 5 SLOWAKEI

Das mit etwa 5 Mio. Einwohner zählende,  Land hat sich für die kommende Europameisterschaft qualifiziert. Im Land der hohen Tatra und in dem es noch ca. 800 freilebende Bären gibt ist Eishockey Nationalsport, gefolgt von Fußball.

Nach der Trennung von der Tschechoslowakei im Jahre 1993 musste die Slowakei ihren eigenen Weg gehen, und konnte sich erstmals 2010 für die Endrunde in Südafrika qualifizieren. In einer Gruppe mit Italien, Neuseeland und Paraguay schafften es die Slowaken sich fürs Achtelfinale zu qualifizieren, schieden dann aber gegen den späteren Finalisten, den Niederlanden, aus. In einem für die Slowaken denkwürdigen Gruppenspiel besiegten sie, den damals amtierenden Weltmeister, Italien mit 3:2.

In der aktuellen FIFA Weltrangliste belegt die Slowakei mit Platz 32 einen passablen Platz im Vergleich zu den anderen Außenseiter bei dieser EM.

Star und Kapitän der Mannschaft ist der in Liverpool spielende Martin Skrtl. Ebenso Martin Hamsik vom SSC Neapel kein Unbekannter. Dusan Svento vom 1. FC Köln und Peter Pekarik von Hertha sind Slowaken die ihr Geld in der Bundesliga verdienen. Ebenso ist Stanislav Sestak von Ferencvaros Budapest kein Unbekannter, da er jahrelang für den VfL Bochum erfolgreich auf Torejagd ging.

Aus der Bundesliga sind uns besonders die „Ex-Nürnberger“ Marek Mintal und Robert Vittek in Erinnerung geblieben als sie mit dem Club um Kult-Trainer Hans Meyer  2007 den DFB Pokal gewinnen konnten.

In der Gruppe B muss die Slowakei gegen Wales, Russland und England antreten. Nicht unbedingt eine leichte Aufgabe für die Mitteleuropäer.

Die Bilanz der Slowakei gegen Deutschland ist seit Sonntag wieder besser. In den bisher zehn Partien gab es 7 Niederlagen für die Slowaken und jetzt 3 Siege.

Bleibt abzuwarten ob der Sieg gegen die deutsche Mannschaft die Slowaken für die kommende EM beflügeln kann. Es ist davon auszugehen,  dass die kommenden Gegner, anders wie die deutsche Mannschaft, mit einem Torwart spielen werden, was die Aufgabe der Slowaken nicht einfacher macht.

Schauen wir ob der Wettergott eine erneute Hilfestellung gibt.

Jogi Löw – Eine Entscheidung muss her.

Jeder muss Entscheidungen treffen wie z.B. ess ich Chips oder soll ich die Karotten- und Paprikastreifen essen,  trink ich noch ein Bier und laufe später oder nehm ich ein Brausegetränk zu mir und fahre dann mit dem Auto nach Hause oder schau ich mir das Testspiel gegen die Slowaken an oder bürste ich die Haare meiner Frau? Alles Fragen die eine Entscheidung benötigen. Jogi konnte seine Frau nicht bürsten, denn er musste mit anschauen was die potentiellen „Streichkandidaten“ gegen die Slowakei ablieferten. Seine Entscheidungsfindung  seht ihr hier:

Heute aus der Serie – Europa deine Außenseiter – Teil 4 ISLAND

Island hat es geschafft – in der Gruppe hinter Tschechien, aber vor der Türkei und vor den Niederlande konnten sich die Isländer für ihr erstes großes Turnier qualifizieren.

Wer ist dieses Island?  In der Heimat von Geysiren, Vulkanen, Papageientaucher und Island Ponys traten immer mehr die sportlichen Aktivitäten der zweitgrößten europäischen Insel in Erscheinung.

Mit einer Bevölkerungsdichte von knapp 300.000 Einwohner der kleinste Teilnehmer der Endrunde. Fußball gab es nur in den Sommermonaten was sich mit dem Bau von Soccerhallen Anfang des Jahrtausends geändert hat und dem Fußball in Island einen  Schub gab. Fortan konnte ganzjährig  gespielt und trainiert werden. Obwohl es im Handball die größeren Erfolge für Island gab, ist Fußball die Sportart Nummer 1.

Für eine Qualifikation zu einem großen Wettbewerb hat es in der Geschichte des Isländischen Fußballs noch nie gereicht, aber immer wieder wurde mit einigen Ergebnissen für etwas Aufsehen gesorgt. Zur WM 2014 in Brasilien scheiterten die Isländer erst im Play-Off Spiel gegen Kroatien.

Legendär war das 0:0 gegen die Deutsche Mannschaft in der EM Qualifikation 2003 mit anschließender Wutrede unseres  Rudi Völlers gegen Waldemar „Weizenbier-Deutschland war noch nie im eigenen Land Weltmeister“ Hartmann. Unvergessen. Island hat uns diesen großen Moment der Fernsehgeschichte ermöglicht.

Der Nachwuchs der Isländer schaffte es 2011 die EM Endrunde zu erreichen, in dem sie den deutschen Nachwuchs in der Qualifikation hinter sich ließ. Viele der Spieler von damals sind jetzt bei den „Großen“ dabei. Wie der beim FC Augsburg stürmende Alfred Finnbogason oder der ehemalige Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson.  Die meisten Spieler der Nationalmannschaft verdienen ihr Geld in den skandinavischen Ligen von Schweden, Norwegen oder Dänemark. Die heimische Premier League bietet nur wenigen Spielern aus dem Nationalteam eine Heimat. Bekannteste ehemalige isländische Spieler aus der Bundesliga sind zum einen Atli Edvaldson, der erste ausländische Spieler der in der Bundesliga 5 Tore in einem Spiel erzielte und Asgeir Sigurvinsson der bei Bayern München und vor allem beim VfB Stuttgart spielte.

Die Bilanz gegen Deutschland  ist eher schlecht mit 3 Niederlage und einem Unentschieden in den bisherigen  4  Partien.

In der Gruppenphase bekommt es Island mit Portugal, Ungarn und Österreich zu tun was sich als eine lösbare Aufgabe erweisen kann. Die Isländer überzeugen durch eine geschlossene Mannschaftsleistung ohne überragende Einzelkönner. Der Aufwärtstrend der letzten Jahre zeigt,dass  sie die Möglichkeiten haben, die Gruppenphase zu überstehen. Der erfahrene schwedische Trainer Lars Lagerbäck und sein Co Heimir Hallgrimsson werden dem Team die nötige mentale und mannschaftliche Stärke vermitteln um für eine Überraschung zu sorgen.

Eine 14:2 Niederlage, wie im Freundschaftsspiel 1967 gegen Dänemark, wird es mit ziemlicher Sicherheit gegen kein Team auf der Welt mehr für die Isländer geben.

Schauen wir ob das Land der Dottirs und Sons das Pony zum Rennpferd machen können.

Außen blank und innen hohl – Pepe arbeitet an der Karriere nach dem Fußball

Ach was ist der Pepe doch sympathisch. Wenn man ihm in das freundliche, immer mit einem kleinen Lächeln versehene, Gesicht schaut  kommt einem der spontane Gedanke,  ob er es alleine über die Straße schafft oder ob man ihm helfen soll.

Gestern war es wieder soweit. Pepe kam im  Fernsehen und der Zuschauer bekam wieder denkwürdige Momente gezeigt.

Dass er eigentlich kein Fußballer ist, zeigte er uns in der Szene als er, wie so viele male zuvor, völlig unkontrolliert im Strafraum Fernando Torres über den Haufen rannte und einen Elfmeter verursachte. Den mittlerweilen X-ten in seiner Karriere. Aber wenn der kleine Womanizer kein Fußballer ist, was ist er dann?  Ich kann mich noch dunkel an alte Kung Fu Filme erinnern, da war immer ein etwas dümmlich dreinblickender Glatzkopf, leichter Hang zum füllig sein, der immer regelmäßig das Spaßelement in den Filmen verkörperte,  in dem er herumkommandiert wurde oder mit dem irgendwelche dusseligen Sachen angestellt wurden.

Das schauspielerische Element dieses Darstellers  aus den Eastern Filmen,  hat Pepe anscheinend übernommen.  Kurz vor dem 1:1 Ausgleich rollt sich der lustige Portugiese auf dem Boden als ob er gerade eine Amputation ohne Narkose am eigenen Leib mitgemacht hätte. Sein Gegenspieler hat richtig Angst um ihn und versucht eine kurze Atmungsprüfung vorzunehmen. Diese Möglichkeit nutzt  Pepe dann auch entsprechend aus um sich weiter rumzuwälzen, als ob Rocky Balboa ihn gerade auf die Bretter geschickt hätte. Doch schneller als der Schiedsrichter auf eins zählen kann steht der kleine Schelm wieder auf. Das ganze Theater, dass er abzieht, ist einfach nur armselig und spiegelt sein geistiges und fußballerisches Niveau wieder. Er scheint einer dieser Fußballer zu sein, die es ohne Fußball im Leben zu nichts gebracht hätten.

In der Verlängerung ließ er uns dann nochmal an seiner großen Schauspielkunst teilhaben, in der er von seinem Gegenspieler aufs Übelste  verprügelt wurde. Ganz Böse,  da wurde er doch bei einem Zweikampf mit dem Handrücken, noch nicht mal richtig berührt, aber dass reichte aus, um zu zeigen welch große Fähigkeiten er für die portugiesische Filmindustrie noch beisteuern kann. Das ist wahres Können und Talent.

Pepe ist jetzt 33 und somit in einem Alter in dem richtige Fußballer schon teilweise ihre Karriere beendet haben. Vielleicht wäre es jetzt an der Zeit seine Filmlaufbahn anzugehen. Denn das was er auf dem Fußballfeld an unkontrollierter Arbeit abliefert gehört regelmäßig und dauerhaft mit  Rot bestraft.

Apropos Rot- Thomas Müller hat ja in Brasilien bei der WM bewiesen wie man gegen den Zwillingsbruder von Privat Paula aus Full Metal Jacket spielen muss.  (taa)

 

 

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