Heureka – Die Relegation nähert sich dem Ende.

Na das war ja nochmal Krampf pur gestern.

Objektiv betrachtet haben die Frankfurter letztendlich den Verbleib in der Bundesliga verdient, da sie es wollten und es gezeigt haben. Im Gegensatz zum Club – der gefühlte Null mal im Strafraum der Eintracht zu sehen war. Zu früh war der Club in der 2. Liga auf dem 3. Platz gesichert und es mit den Worten von Jaroslav Drobny zu sagen –  da fehlte die Spannung bzw diese konnte nicht mehr für die Relegation aufgebaut werden.

Spielerisch brillante Partien wird man eher selten im Rahmen der Relegationsspiel finden dafür aber Kampf und mannschaftliche Geschlossenheit. Diese sind von größerer Wichtigkeit als die spielerische Qualität und hier waren die Frankfurter klar im Vorteil. In beiden Partien zeigte die Eintracht zwar nicht die Klasse die man von einem Erstligist erwartet aber sie zeigte ihren Siegeswillen. Die Nürnberger hielten sich sehr vornehm mit allem zurück und versuchten, wenn möglich, den gegnerischen Strafraum als Tabuzone zu sehen. Dass es dann doch eine kräftezehrende Partie gewesen sein musste konnte man daran erkennen, dass die Eintracht nach dem Führungstreffer extreme Schwächeanfälle zeigten, nach Fouls oder angeblichen Fouls rollten sich die Spieler minutenlang auf dem Rasen um so auch etwas Zeit von der Uhr zu nehmen. ( Danke F.aus B. für den Hinweis). Naja war halt auch anstrengend gestern und hoffen wir dass es keine hessische Krankheit ist deren Virus sich da ausbreitet, da sich doch solche Szenen auch schon vereinzelt in Darmstadt abgespielt haben. Die Nürnberger werden dem verpassten Aufstieg nur kurz nachweinen und sich relativ schnell auf die neue Saison und den Wiederaufstieg vorbereiten und aus den beiden Spielen hoffentlich die Erkenntnis mitnehmen dass Fußball schöner ist wenn beide Tore schießen wollen.

Aber wir haben ja diese Woche noch weitere Partien mit einigen Traditionsreichen Clubs.

Zuerst wird heute Abend das Rückspiel des MSV Duisburg gegen die Kickers aus Würzburg ausgetragen. Hier müsste nach dem 2:0 Hinspielsieg  der Würzburger schon einiges schief gehen, um den MSV in der 2. Liga zu halten. Aber im Fußball kann ja bekanntlich alles passieren.

Morgen dann die Hinspiel – Partien zum Aufstieg zur 3. Liga zwischen:

Sportfreunde Lotte ( 1. Regionalliga West ) gegen SV Waldhof Mannheim (1. Regionalliga Südwest)

SV Elversberg ( 2. Regionalliga Südwest ) gegen FSV Zwickau (1. Regionalliga Nord/Ost)

VFL Wolfsburg II  (1. Regionalliga Nord) gegen Jahn Regensburg (1. Regionalliga Bayern )

Moment mal warum sind das zwei Vereine aus der Regionalliga Südwest mit Elversberg und Mannheim? und bei den anderen nur einer ?

Das liegt daran weil der Verband Südwest die meisten Landesverbände hat nämlich Baden, Rheinland, Saarland, Hessen,  Südbaden, Südwest und Württemberg. Aus diesem Grund darf auch der Vizemeister aus der Regionalliga Südwest, in dem Fall Elversberg, an der Aufstiegsrunde teilnehmen.

Am Sonntag finden dann die Rückspiele mit eventuellen Verlängerungen und Elfmeterschießen statt

Und wenn diese Partien rum sind geht es los mit der Vorbereitung auf die EM aber da werden wir morgen schon etwas bringen.

Eintracht oder Club – Vorzeichen zum entscheidenden Spiel

Es ist, wie man sich denken kann, kein Spaß in der Relegation anzutreten.  Beide Traditionsvereine werden in dem letzten und alles entscheidenden Spiel heute Abend den Klassenverbleib bzw Auf- oder Abstieg unter sich ausmachen müssen. Nach dem sehr dürftigen1:1 im Hinspiel hoffen alle Fans heute ein besseres Spiel zu sehen. Der Club war in Frankfurt nicht zu sehen und die Eintracht fand kein Mittel um sich einen Vorteil zu sichern. Einzigst die Stimmung im Stadion war Erstligareif auch wenn Bengalos die Sicht auf das Spiel anfänglich erschwerten.

Als gutes Omen kann die Eintracht die letzte Begegnung mit dem Club werten als sie sich in der Saison 2013/2014 zuletzt gegenüberstanden.  Wie im Relegations-Hinspiel ging die Partie in der Commerzbank-Arena 1:1 aus.

Im Rückspiel konnte die Eintracht die Nürnberger klar und überaus deutlich aus dem Grundig-Stadion mit einem 5:2 fegen. Die ersten beiden Tore durch Barnetta und Joselu wurden jeweils von Stefan Aigner vorbereitet, der auch heute Abend wieder mit dabei ist. In dieser Saison musste sich der Club aus dem Oberhaus verabschieden und stieg in die 2. Liga ab in der er bis heute und eventuell noch etwas länger bleiben muss.

Legendär und unvergessen das denkwürdigste Abstiegsfinale der Fussball-Bundesliga – Geschichte in der Saison 98/99 als es der Eintracht in der letzten Minute durch ein 5:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern gelang, die Klasse zu halten und die Nürnberger dadurch den Gang in die 2. Liga antreten mussten. Ein Stachel der heute noch tief sitzt in der Seele der „Clubberer“.

Dem Club gelang es erst einmal die Eintracht in die Zweitklassigkeit zu schicken. Dies geschah in Saison 2010/2011 in der die Eintracht als Tabellen – 17. absteigen musste und der 1. FC Nürnberg sensationell einen 6. Platz belegte der aber nicht für die Teilnahme am internationalen Wettbewerbe reichte da Schalke als Tabellen 14. sich mit dem DFB Pokal Sieg für die Euro-League qualifizierte.

Alle Statistiken, Vorzeichen und Weissagungen sind mit dem Anpfiff eh vergessen und es wird in neues Kapital in der Geschichte der Bundesliga geschrieben. Also freuen wir uns auf ein spannendes und faires Spiel (auch auf den Rängen). (taa).

Pep Guardiola – er geht was bleibt?

Nach dem Pokalendspiel in Berlin wird Pep Guardiola die Bundesliga in Richtung England verlassen.

Was bin ich froh, dass er geht. Mir erschien er die ganzen Jahre als unnahbar und ich konnte mich nicht mit seiner Art anfreunden. Den ganzen Hype um ihn konnte man nur anfänglich

verstehen , er war ja neu und hat gleich mit seinen Deutschkenntnissen alle in seinen Bann gezogen, der kleine Prinz Charming. Aber weder in seinem Deutsch noch im Spiel der Bayern konnte man in den 3 Jahren eine Weiterentwicklung sehen.

Bayern hatte unter den Vorgängern van Gaal und Jupp Heynckes den modernen Fußball wie es Guardiola lehrt, schon eingeführt und das ist auch durch die erreichten Erfolge belegbar. Zusätzlich hatte uns das holländische Feierbiest etwas ganz besonderes beschert wofür Fußball – Deutschland dankbar sein muss: Thomas Müller.

Damals war ich als Freund des gepflegten Rasensports begeistert als die Verpflichtung von Guardiola zu den Bayern bekannt gegeben wurde. Guardiola ? der Guardiola – der Barca Trainer,

CL – Sieger -der kommt  in die Bundesliga, Nein – ich fass es nicht. Es wäre zu Vergleichen wenn heute ein Paul Pogba, der von allen europäischen Spitzenvereinen „gejagt“ wird, plötzlich in die Bundesliga wechseln würde. Ein Zeichen der Anerkennung für den Deutschen Fußball. So sah ich es auch damals als der Spanier nach Deutschland wechselte. Sicherlich war er  in der Situation dass sein Vorgänger das Triple an die Säbener Straße holte und so ein sehr hoher Maßstab angelegt wurde und es keine leichte Aufgabe war. Aber Hallo, es ist doch die derzeitige Trainer-Lichtgestalt. Dann sollte dies doch wiederholbar sein. Weit gefehlt. Die Erfolge auf International Ebene waren ebenso traurig wie teilweise der Umgang mit den Spielern die gehen müssen oder gehen durften. International mit dem 3maligen Einzug unter die letzten 4 und dem Scheitern auch durch Fehler die man ihm ankreiden muss, wie das Halbfinale gegen Real Madrid mit einer ebenso merkwürdigen Mannschaftsaufstellung im Mittelfeld oder jüngst das Hinspiel gegen Atletico ohne Thomas Müller und ohne kämpferischen Willen. In der diesjährigen Champions-League Saison fehlte letztendlich der Biss um final das große Ziel zu erreichen, aber die Ballbesitzquote war hervorragend.

Wenn Guardiola über seine Spieler in den Pressekonferenzen sagt: “ Ich liebe diese Spieler“ dann wusste der Manager des jeweiligen Spielers, dass es an der Zeit war sich sofort auf die Suche nach einem neuen Verein für seinen Schützling zu machen. Man möchte gar nicht wissen wie der Trainer die Liebe zu seiner Frau bekundet.

Ein von ihm entfachter Brandherd mit der medizinischen Abteilung um Dr. Müller-Wohlfahrt hinterließ den Eindruck dass er mit aller Gewalt Führungsspieler früher aus dem Lazarett in den Kader bekommen wollte gegen die Einwilligung von Dr. Müller-Wohlfahrt. Die Langzeitverletzten Ribery, Robben und Badstuber kehrten nach langer Verletzungspause zurück um kurz danach wieder verletzt auszufallen.

Dazu kommt eine Umfunktionierung von Spielern wie Martinez, Kimmich oder auch Lahm die von Ihren angestammten Position weg mussten. Auf den Satz „Manuel du bist heute mein Mittelstürmer- und ich liebe dich“ – darauf wartete ich allerdings vergeblich.

Die Ära „Pep“ geht in der Bundesliga zu Ende und das ist gut so und wir werden sehen ob er mit dem Scheich-Verein aus Manchester größere Erfolge feiern kann wie er es gerne bei Bayern getan hätte.

Und Achtung liebe Engländer “ I love this player“ ist kein Liebesbeweis aus dem Mund von Pep Guardiola – das habe ich gelernt.

Nichtsdestotrotz hat er seine Erfolge mit den Bayern gehabt, wie fast jeder Trainer der in den letzten Jahrzehnten Bayern trainieren durfte mit Ausnahme von Otto Rehhagel und Jürgen Klinsmann und natürlich war Pep Guardiola eine Bereicherung für die Bundesliga, aber das ist Kevin Kuranyi auch.

Schau mer mal ob es morgen zu einer bayerischen Bierdusche reicht. (taa)

Packt sich der Adler den Club – Marco Russ schwer erkrankt.

Es gibt wichtigeres als Fußball wenn man heute die Meldung aus der Presse entnimmt, dass der Frankfurter Marco Russ an Krebs erkrankt ist.  Das ganze Thema macht einen betroffen und nachdenklich. Über den Ablauf und über das Feingefühl der Staatsanwaltschaft die die erhöhten Hormonwerte als Zeichen von Doping deuteten und daraufhin eine Hausdurchsuchung anordneten möchte ich gar nicht weiter eingehen.

Nach dieser Diagnose will Marco Russ heute an dem Relegations – Hinspiel der Eintracht gegen die Nürnberger teilnehmen und mithelfen den Adlerträgern den Verbleib in der 1. Liga zu sichern. Eine schwierige Situation und als Außenstehender nicht zu beurteilen.

Heute Abend muss die Eintracht versuchen diesen Schock wegzustecken und an den gezeigten Aufwärtstrend aus den Partien gegen Mainz, Darmstadt und Dortmund wieder anknüpfen. Erfahrungen durften beide Vereine in der Relegation schon sammeln.

Nürnberg konnte 2009 als Zweitligist das Duell gegen Energie Cottbus für sich entscheiden. Und weil es so schön war durften sie im Jahr darauf wieder ran. Diesmal gegen den FC Augsburg. Auch diese beiden Spiele konnte der Club für sich entscheiden.

Frankfurt hingegen musste 1984 als Erstligist die Entscheidungsspiele gegen den MSV Duisburg austragen was eine klare Angelegenheit für die Eintracht wurde. Im Jahr 1989 mussten die Frankfurter gegen den 1.FC Saarbrücken bestehen. Dies war aber eine engere Kiste als erwartet. Das Hinspiel konnten die Frankfurter 2:0 gewinnen. Jedoch im Rückspiel wurde die Partie knapp mit 2:1 verloren, was aber letztendlich reichte um in der Bundesliga zu bleiben. Tony Yeboah scheint bei diesem Spiel besonders die Aufmerksamkeit der Eintracht-Verantwortlichen auf sich gezogen zu haben die ihn dann 1990 an den Riederwald holten. In dem Rückspiel  schoß der Ghanaer beide Tore für die Saarbrücker. Nach den beiden Partien begann der rasante Aufstieg der Eintracht zum, – wer erinnert sich noch? Genau – Fußball 2000.

Doch das alles ist lange her und heute Abend gilt es für beide Traditionsvereine ihre „weiße“ Relegationsweste zu behalten.

Die Nürnberger konnten sich frühzeitig den 3. Platz in der 2. Liga erkämpfen nach einem wirklich verhaltenen Start in die neue Saison. Die Mannen von Trainer Rene Weiler brennen darauf wieder in die 1. Liga zurückzukehren um die Möglichkeit zu bekommen Ihre 10. Deutsche Meisterschaft zu gewinnen.

Wir von fussballphilosoph.de drücken Marco Russ und seiner Familie die Daumen und wünschen Ihm alles erdenklich Gute für die bevorstehende Zeit in der er die Krankheit bekämpft und besiegt. Du packst es.

Sevilla – immer wieder Sevilla

Sevilla – schon wieder Sevilla. Viermal konnten die Spanier seit 2006 den Pokal schon holen. Die Fülle an Spanischen Vereinen zum Ende der beiden europäischen Wettbewerbe macht es mir nicht einfacher,  Vereine von dort zu mögen. Wenn man das System der Euro-League, früher auch mal als UEFA Pokal oder für Nostalgiker noch früher als Messe-Pokal bekannt, von Seiten der UEFA revolutionieren will wäre es vielleicht einfacher wenn man nur noch den Gegner des FC Sevilla ausspielen würden, denn die Spanier scheinen in diesem Wettbewerb fürs Finale gesetzt zu sein.

Die Langeweile hat einen Namen. 10 Jahre und heute zum 5. mal im Endspiel ist eine Bilanz die sich sehen lässt. Respekt. In der Liga nur auf dem 7. Platz gelandet, scheint es dass die Spanier alle Energie in diesen Wettbewerb stecken. Mit Erfolg.  Selbst mit dem deutschen Weltenbummler auf Ausleihbasis Marko Marin konnte 2014 der Titel geholt werden. Und nicht nur die Liste der  Erfolge mit den 5 Spanischen Pokalsiegen, einer Meisterschaft und dem UEFA Super Cup ließt sich gut , auch die Spieler die in der Vergangenheit für den Verein tätig waren. Vorneweg die Gottheit auf 2 Beinen Diego Armando Maradona, gleich gefolgt von Ivan Zamorano. Auch der Kroate Davor Suker (den habe ich jetzt nicht in so guter Erinnerung), Diego Simeone, Robert Prosinecki, Bebeto, Javier Saviola, Adriano, Dani Alves und Toni Polster uvm. alles große Namen im Weltfußball. Auch wenn einige erst am Ende oder am Anfang ihrer Karriere in Sevilla landeten. Und natürlich auch Andreas Hinkel (2007) und Piotr Trochowski (2014) die ebenfalls bei einem Euro-League Triumph dabei waren.

Wird heute ein weiteres Stück Geschichte geschrieben.?  Für mich ist die Geschichte schon etwas zu lang. Liverpool und Jürgen Klopp haben hoffentlich was dagegen.

Wir werden sehen.

Hoffenheim – du raubst mir fast die Sinne ! – zumindest einen.

Am letzten Samstag war ich mal  im Stadion. TSG Hoffenheim gegen Schalke 04.

Die wichtigste Erkenntnis zuerst: Julian Nagelsmann ist ein Mensch. Ich wollte mich doch persönlich  davon überzeugen, nachdem er doch so von der Presse hochgelobt wurde. Sicherlich zurecht. Aber – ein Mensch.

Ich will da nicht auf die spielerische Leistung der beiden Teams eingehen. Ich denke das Ergebnis von 1:4 sagt da doch schon einiges aus. Zumal die Saison sowohl für die TSG wie auch für Schalke gelaufen war.

Das Stadion der TSG ist in Sinsheim, dort wo Concorde und  Tupolew  an der Autobahn zu sehen sind. Perfekt gelegen und geplant, direkte Zufahrt von der A6 zu den Parkplätzen die in ausreichender Menge vorhanden sind. Für mich, der am liebsten im Stadion parken würde, sehr angenehm. Noch schnell 5,– € für den Parkplatz zahlen ( warum muss ich da noch 5,– € zahlen, ich habe doch ne Eintrittskarte) und ab auf den Fußweg die 2 Minuten zum Stadion.

Dann ging erstmal die Suche nach ner Stadionzeitung los. Wie keine Zeitung mehr ? – nur noch so ein Faltprospekt mit nem Poster drin. Nennt sich „Pressing“ Ist aber eigentlich alles drin was man wissen muss. Aufstellung , Statistik gefällt mir. Passt außerdem problemlos in die Hosentaschen. Hoffe nur dass ich es wieder finde, falls ich mal später irgendwann in Erinnerungen schwelgen will.

Kein Fußballspiel ohne Stadionwurst, denke ich mir. Leider, wie mittlerweile fast überall, nur noch mit einer Zahlkarte.

Tief in meinem Geldbeutel habe ich noch ne „1899Card“ von Justpay gefunden. Da ist noch Sejad Salihovic und Vedad Ibisevic vorne drauf, die muss auch schon älter sein aber das Guthaben sollte schon in €uro sein. Man ist ja großzügig und gibt dem armen Betreiber dieser Karten einen langfristigen Kredit ohne Verzinsung. Die Männer in den grünen Jacken stehen auch überall rum bei denen ich meine Karte, die übrigens noch 3,– € drauf hatte, aufladen kann – die grünen Männer und eine Schlange von ca. 20 Gleichgesinnten die ebenfalls ihre Karte aufladen möchten. Bei dem Tempo das der Freund mit dem Aufladegerät an den Tag legt habe ich Sorge dass ich erst zur 2. Halbzeit was vom Spiel sehe.

Die Wurst muss warten bis kurz vorm Halbzeitpfiff.

Nun dann mal hoch in den Block. 30.000 Plätze, ausverkauft, Schalke – ein Gegner der Fans hat und diese zum Glück auch mitbringt. So soll ein Bundesligaspiel sein. Feine Sitzplätze in unmittelbarer Nähe zum Fanblock der  Heimmannschaft direkt hinterm Tor. Und dann ein Gänsehautmoment. Ich bekommen die volle Dröhnung. Die Beschallung aus den Boxen an der Stadiondecke ist eine absolute Katastrophe. Mir sind fast die Ohren auf Grund des Lautstärkepegels abgefallen. Gegen Linkin Park und AC/DC hab ich nix – aber nicht wenn ich das Gefühl bekomme , dass ich durch die mein Gehör verliere, da mag ich die dann doch nicht mehr so. Und dann das Ticken der Uhr die den Zuschauern  die verbleibende Zeit zum Spiel ankündigt. Schrecklich. Hallo ihr Verantwortlichen von Hoffenheim, vielleicht habt ihr keine Ahnung wie laut das da ist. Mir fährt es durch Mark und Bein wenn ich daran zurück denke. Wenn ich meinen Schallpegelmesser mitgenommen hätte, der aber niemals durch die Kontrolle gegangen wäre, (ich kann mir jetzt denken warum) da hättet ihr  aber mal zur Abwechslung mit den Ohr geschlackert bei den Werten die da bei der Messung rausgekommen wären.

Zumindest war es dann sofort nach dem Beginn der Partie im Vergleich wesentlich ruhiger. Unglaublich in einem Stadion, dort wo die Fans am lautest sein sollten. Nicht bei Euch meine Freunde.

Langsam drangen Erinnerungen vor – War da 2010 & 2011 nicht mal was bei euch ? Da hat doch ein Mitarbeiter neue technische Geräte für die  Beschallung an den gegnerischen Fans getestet. Am Samstag musste ich wieder daran denken.

Nach dem ersten Schock konnte ich mich dann auch wieder auf das Spiel konzentrieren. Und die Stadionwurst habe ich auch noch 5 Minuten vor dem Pausenpfiff holen können. Das Ticken der Uhr hat mich ja zum Glück erinnert.

Trotz der lauten Töne war es ein interessanter und kurzweiliger Nachmittag und ich hatte Spaß und so soll es ja sein.

Übrigens, und das ist mal ne gute Nachricht, schafft Hoffenheim dieses Besucher – unfreundliche Bezahlsystem mit der Karte endlich ab und kehrt zum Bargeld zurück. Gut dass ich nochmal im Stadion war und meine Karte abgeben konnte und die 2 €uro Kartengebühr ( Zinsfrei ) zurück bekommen habe. Sonst hätte ich Vedad und Sejad noch die nächsten Jahre mit mir rumgetragen. Und wenn das mit den Boxen auch noch klappt….

FC Würzburger Kickers – ein neues Darmstadt ?

Eigentlich eine Sensation – Die Würzburger Kickers sind in der Relegation zur 2. Liga gegen den MSV Duisburg.

Was war es doch seit dem Ende 1970er Jahre ruhig um die Unterfranken die außer kurzen DFB Pokal Auftritten zuletzt in der Saison 1977/1978 in der 2. Bundesliga Süd vertreten waren. Nach der  Jahrtausendwende ging es mit dem 1907 gegründeten Club stetig bergab.  Die sportliche Talfahrt endete im Jahr 2003/2004 als man sich in  7. Liga ( Bezirksliga Unterfranken ) wiederfand.

Und heute fast 12 Jahre später klopfen die Kickers wieder an die Tür zur 2.Liga. Anscheinend soll die 3. Liga nur eine Durchgangsstation, für das Team um Trainer,  Ex – Bundesligaprofi und Würzburger Bernd Hollerbach, sein. Diese schafften erst in der Saison davor den Aufstieg in die 3. Liga.

Der MSV Duisburg wird zeigen müssen ob er die Klasse halten kann gegen die Unterfranken die ein weiteres kleines Wunder folgen lassen wollen.

Zu Teilen werden Parallelen zum SV Darmstadt 98 sichtbar. Selbst wenn es nicht reichen würde zum Aufstieg, ihr habt mich beeindruckt.

Neben Basketball, Residenz, Festung Marienberg und Altstadt scheint es ein weiteres Highlight in Würzburg zu geben.

Dirk Nowitzki wird es sicherlich freuen. (taa)

Der Untergang – Stuttgart in der Dunkelheit

Jetzt ist es amtlich. Der VfB hat die Möglichkeit sich in der nächsten Saison in der 2. Liga zu beweisen.

Als neutraler Beobachter muss man sagen – endlich.  Haben uns doch die Stuttgarter seit der Saison 2012/2013 dauerhaft von den Abstiegsrängen gegrüßt und erst immer kurz vor Ende  das rettende Ufer erreicht.

Ein Debakel für den Meister von 2007 der jetzt Zeit hat über viele Dinge aus der abgelaufenen Saison nachzudenken.

Alexander Zorniger bekam vom VfB die Chance sich als Cheftrainer zu beweisen nachdem er zuvor bei RB Leipzig erfolgreich tätig war und den fußballspielenden Werbepartner des Brauseherstellers von der 4. in die 2. Liga führte. Doch beim VfB erweckte Zorniger in der laufenden Saison den Eindruck, dass er sowohl menschlich wie auch in taktischer Hinsicht noch nicht ausgereift war eine Bundesligamannschaft zu führen.

Neben den negativen und unbedachten Äußerungen in Interviews zu seinen Spielern kam zusätzlich die Diskrepanz in seinem Spielsystem zwischen Defensive und Offensive hinzu, die frühzeitig im November zu seiner Entlassung führte.

Dann zauberte Robin Dutt, beseelt von der Idee mit einem unverbrauchten Gesicht aus den eigenen Reihen den Klassenerhalt zu schaffen, Jürgen Kramny aus dem Hut. Zu der Zeit U 23 Trainer des VfB`s und als Übergangslösung deklariert, konnte auch er in den restlichen 21 Spielen keinen Effekt erzielen um die Klasse zu halten.  Kramny ein sympathischer Schwabe dem aber auch nach dem Abstieg das Lächeln vergangen ist.

Was bleibt beim VfB? Die Spieler Gentner, Gincek und Großkreutz werden bleiben und auch in der 2. Liga für den VfB auflaufen. Jürgen Kramny musste seinen Trainerposten aufgeben und geht zurück zur U23. Tja  und Robin Dutt ?.Der möchte bleiben und auch in der 2. Liga die Personalpolitik des VfB`s lenken und steuern. Wir sagen – Bitte nicht.!

Nicht dass nur der VfB  künftig eine Klasse tiefer antreten muss , auch der VfB II und die Stuttgarter Kickers müssen dieses Los teilen. Eine Saison zum vergessen für die sportbegeisterten in Stuttgart. (taa)

Wer darf gegen Nürnberg ran – wer muss nach Heidenheim.

Was wird das wieder für eine müde Veranstaltung am 34. Spieltag. Lediglich 2 Partien versprechen noch Spannung.

Nachdem die Meisterschaft schon nach dem Unentschieden der Dortmunder gegen  Schalke klar war geht es jetzt nur noch um den Abstieg. Wer muss neben Hannover in die 2. Liga und wer geht gegen den 1. FC Nürnberg in die Relegation.? Zu Saisonbeginn hätte niemand die  3 Kandidaten Eintracht Frankfurt, Werder Bremen und VfB Stuttgart hier unbedingt erwartet.

Aber es kommt immer anders als gedacht.

Dank einer konstant erstklassigen Torwartleistung von Lukas Hradecky, eines Stefan Aigner und einer überzeugenden und kämpferischen Mannschaftsleistung konnten die Eintracht die letzten 3 Spiele gewinnen. Die Frankfurter haben unter den Kovac-Brüdern ihre in Vergessenheit geratenen Stärke wieder gefunden und die beste Ausgangsposition für das Saisonfinale. Aber auch der Gegner Werder Bremen hat zum Ende mit einem 6:2 gegen den VfB Stuttgart Lebenssignale gesendet und gezeigt dass sie sich nicht kampflos ihrem Schicksal ergeben wollen.

Bleibt noch der VfB. Was ist das nur für eine Saison für die Schwaben. Der Wechsel von Alexander Zorniger zu dem immer lachenden Übungsleiter, Jürgen Kramny, brachte keine Veränderung in der Tabelle. Nun kommt es zum Showdown am Samstag beim VfL Wolfsburg. Der VfL hat schon nach dem Madrid – Hinspiel das Licht ausgemacht und sich auf die neue Saison eingestimmt. Ein kleiner Vorteil für die Stuttgarter gegenüber dem Fernduell in Bremen.? Nach dem mutlosen Auftritt zu Hause gegen Mainz eher nicht.

Wir werden es bald wissen.

Genitaldefekt – HSV erfüllt die Frauenquote ?

Ja, ja HSV – also in dieser Woche hast du dein Füllhorn an guten Geschichten über uns ausgeleert. Erst musste der Direktor Profifußball gehen  und jetzt unterstellt auch noch Torwart Jaroslav Drobny wegen mangelnder Kommunikation zu seinem auslaufenden Vertrag, dass in der HSV Führungsetage die Testikel bei den Verantwortlichen fehlen. Wenn es nach Drobny ginge hätte der Verein zumindest, die von der Bundesregierung geforderten Frauenquote, erreicht. Bruno Labbadia hätte seine Dinger noch, teilte der Trainer auf der Pressekonferenz mit. Aber den Beweis blieb er zum Glück schuldig. Und Jaroslav Drobny ? Für das Spiel am Samstag steht er nicht zur Verfügung – es darf geschmunzelt werden –  wegen fehlender Spannung. Man bekommt den Eindruck dass bei ihm noch viel mehr fehlt.

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