Pep Guardiola – er geht was bleibt?

Nach dem Pokalendspiel in Berlin wird Pep Guardiola die Bundesliga in Richtung England verlassen.

Was bin ich froh, dass er geht. Mir erschien er die ganzen Jahre als unnahbar und ich konnte mich nicht mit seiner Art anfreunden. Den ganzen Hype um ihn konnte man nur anfänglich

verstehen , er war ja neu und hat gleich mit seinen Deutschkenntnissen alle in seinen Bann gezogen, der kleine Prinz Charming. Aber weder in seinem Deutsch noch im Spiel der Bayern konnte man in den 3 Jahren eine Weiterentwicklung sehen.

Bayern hatte unter den Vorgängern van Gaal und Jupp Heynckes den modernen Fußball wie es Guardiola lehrt, schon eingeführt und das ist auch durch die erreichten Erfolge belegbar. Zusätzlich hatte uns das holländische Feierbiest etwas ganz besonderes beschert wofür Fußball – Deutschland dankbar sein muss: Thomas Müller.

Damals war ich als Freund des gepflegten Rasensports begeistert als die Verpflichtung von Guardiola zu den Bayern bekannt gegeben wurde. Guardiola ? der Guardiola – der Barca Trainer,

CL – Sieger -der kommt  in die Bundesliga, Nein – ich fass es nicht. Es wäre zu Vergleichen wenn heute ein Paul Pogba, der von allen europäischen Spitzenvereinen „gejagt“ wird, plötzlich in die Bundesliga wechseln würde. Ein Zeichen der Anerkennung für den Deutschen Fußball. So sah ich es auch damals als der Spanier nach Deutschland wechselte. Sicherlich war er  in der Situation dass sein Vorgänger das Triple an die Säbener Straße holte und so ein sehr hoher Maßstab angelegt wurde und es keine leichte Aufgabe war. Aber Hallo, es ist doch die derzeitige Trainer-Lichtgestalt. Dann sollte dies doch wiederholbar sein. Weit gefehlt. Die Erfolge auf International Ebene waren ebenso traurig wie teilweise der Umgang mit den Spielern die gehen müssen oder gehen durften. International mit dem 3maligen Einzug unter die letzten 4 und dem Scheitern auch durch Fehler die man ihm ankreiden muss, wie das Halbfinale gegen Real Madrid mit einer ebenso merkwürdigen Mannschaftsaufstellung im Mittelfeld oder jüngst das Hinspiel gegen Atletico ohne Thomas Müller und ohne kämpferischen Willen. In der diesjährigen Champions-League Saison fehlte letztendlich der Biss um final das große Ziel zu erreichen, aber die Ballbesitzquote war hervorragend.

Wenn Guardiola über seine Spieler in den Pressekonferenzen sagt: “ Ich liebe diese Spieler“ dann wusste der Manager des jeweiligen Spielers, dass es an der Zeit war sich sofort auf die Suche nach einem neuen Verein für seinen Schützling zu machen. Man möchte gar nicht wissen wie der Trainer die Liebe zu seiner Frau bekundet.

Ein von ihm entfachter Brandherd mit der medizinischen Abteilung um Dr. Müller-Wohlfahrt hinterließ den Eindruck dass er mit aller Gewalt Führungsspieler früher aus dem Lazarett in den Kader bekommen wollte gegen die Einwilligung von Dr. Müller-Wohlfahrt. Die Langzeitverletzten Ribery, Robben und Badstuber kehrten nach langer Verletzungspause zurück um kurz danach wieder verletzt auszufallen.

Dazu kommt eine Umfunktionierung von Spielern wie Martinez, Kimmich oder auch Lahm die von Ihren angestammten Position weg mussten. Auf den Satz „Manuel du bist heute mein Mittelstürmer- und ich liebe dich“ – darauf wartete ich allerdings vergeblich.

Die Ära „Pep“ geht in der Bundesliga zu Ende und das ist gut so und wir werden sehen ob er mit dem Scheich-Verein aus Manchester größere Erfolge feiern kann wie er es gerne bei Bayern getan hätte.

Und Achtung liebe Engländer “ I love this player“ ist kein Liebesbeweis aus dem Mund von Pep Guardiola – das habe ich gelernt.

Nichtsdestotrotz hat er seine Erfolge mit den Bayern gehabt, wie fast jeder Trainer der in den letzten Jahrzehnten Bayern trainieren durfte mit Ausnahme von Otto Rehhagel und Jürgen Klinsmann und natürlich war Pep Guardiola eine Bereicherung für die Bundesliga, aber das ist Kevin Kuranyi auch.

Schau mer mal ob es morgen zu einer bayerischen Bierdusche reicht. (taa)


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